Heinsberger Reisebus verunglückt: Junge Frau stirbt

Von: dpa
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Busunfall
Die technische Untersuchung des Busses, mit dem am Sonntag auf der Autobahn 42 bei Moers 26 Menschen verunglückten und eine 22-jährige Frau getötet wurde, ist abgeschlossen. Das Ergebnis: Der Unfall war keine Folge eines technischen Defekts Foto: dpa

Heinsberg-Aphoven. Die Löschgruppe Aphoven der Freiwilligen Feuerwehr ist von dem fürchterlichen Bus-Unglück betroffen, bei dem am Sonntagnachmittag auf der Autobahn 42 bei Moers eine junge Frau getötet wurde. Laut Autobahnpolizei wurden insgesamt 17 Personen schwer und acht leicht verletzt.

Die Löschgruppe war - von Bochum kommend - auf dem Rückweg von einem dreitägigen Ausflug. Getötet wurde bei dem Unglück die 22-jährige Freundin eines Feuerwehrmannes.

Am späten Sonntagnachmittag war der Reisebus laut Autobahnpolizei auf der A42 in Fahrtrichtung Kamp-Lintfort unterwegs, als er gegen 17.45 Uhr hinter der Anschlussstelle Moers-Nord aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam, auf den Grünstreifen geriet und sich überschlug. Der von einem 65-jährigen Busfahrer gelenkte und mit 25 Fahrgästen besetzte Reisebus blieb auf dem Dach etwa drei Meter unter Fahrbahnniveau liegen.

Für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste die Richtungsfahrbahn Kamp-Lintfort gesperrt werden. Zeitweise waren bis zu 150 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. An der Unfallstelle landeten fünf Rettungshubschrauber. Die Besatzung eines Polizeihubschraubers fertigte Luftaufnahmen an.

Der Bus wurde sichergestellt. Durch die Sperrung der Richtungsfahrbahn entstand ein bis zu zehn Kilometer langer Stau. Die Autobahnpolizei lotste vor der Unfallstelle eingeschlossene Verkehrsteilnehmer zur letzten Anschlussstelle zurück und führte im weiteren Bereich umfangreiche Umleitungsmaßnahmen durch. Für die Bergung des Busses wurde ein Autokran angefordert.

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten am Montag an. Wie ein Polizeisprecher berichtete, würden die Vernehmungen laufen. „Es gibt fast nichts Objektivierbares”, so der Sprecher. Es gebe auch keine anderen Zeugen.

„Alle Zeugen saßen im Bus.” Nun müsse in den Vernehmungen geklärt werden, ob es möglicherweise auffällige Geräusche oder ein auffälliges Fahrverhalten gegeben habe. Abzuwarten bleibe auch die gutachterliche Untersuchung. Es habe jedenfalls keinen Zusammenstoß gegeben. Und es lägen auch keine Hinweise auf Fremdverschulden vor.

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