Heinsberger Gitarrenfestival: Meister der Gitarre spielt im Wohnzimmer

Von: anna
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Goran Krivokapic bestritt das erste Konzert des internationalen Heinsberger Gitarrenfestivals im Hause Seidl in Birgelen. Foto: Thomas

Wassenberg-Birgelen. Nach Spanien und nach Brasilien hat der Gitarrist Goran Krivokapic die Zuhörer beim „Festival zu Hause“ im Wohnzimmer von Robert und Dr. Ruth Seidl Am Hoverberg in Birgelen entführt. Der Gast aus Serbien-Montenegro war 2007 einer der beiden Gewinner des zweiten internationalen Heinsberger Gitarrenfestivals und bestritt mit seinem Gastspiel in Birgelen den Auftakt des diesjährigen Festivals, das wie gewohnt in der Woche um Christi Himmelfahrt seine Kernwoche in der Heinsberger Begegnungsstätte hat.

Jeder könne einmal Gastgeber beim „Festival zuhause“ sein, erklärte Festivaldirektor Theo Krings in seiner Begrüßung. Sogar Wünsche in puncto Musikart versuche man zu erfüllen. Roman Viazovskiy, der künstlerische Direktor des Festivals, bedauerte, dass beim Konzert nicht der angekündigte Eduard Leata aus Rumänien angereist war.

Doch er freute sich nicht minder über den Besuch von Krivokapic, den er bereits seit 2001 kenne und gegen den er mehr als ein Dutzend Jahre lang in Wettbewerben angetreten sei. „Wir sind begabt, und er ist ein Genie“, würdigte er seinen Kontrahenten, der zugleich ein sehr guter Freund und nicht zuletzt Pate seines Sohnes ist.

Krivokapic präsentierte aus der „Suite Espanola“ von Isaac Albeniz „Granada“ und „Asturias“, letzteres ein Stück, das gar nicht originär für Gitarre geschrieben worden, aber eines der am meisten mit Gitarre aufgenommenen sei, erklärte er dazu dem Publikum. Es folgten Stücke von Francisco Tarrega, der selbst Gitarrist war. Auch dabei war das Spiel von Kivokapic ebenso exakt wie beeindruckend. Eine Hommage an Francesco Tarrega folgte mit dem gleichnamigen Stück von Joaquin Turina.

„Ist das nicht toll, diese Nähe?“, schwärmte nicht nur Hausherrin Dr. Ruth Seidl in der Pause ihres bereits elften Wohnzimmerkonzerts bei Getränken und kleinen Snacks, die von den Gastgebern zur Verfügung gestellt worden waren.

Mit Heitor Villa-Lobos und seinen „5 Preludes“ ging es weiter. Im Bossa-Nova-Stil von Marco Pereira bearbeitete Versionen der Stücke „Luiza“ von Antonio Carlos Jobim und „Carta de Pedra“ von Guinga und Aldir Blanc begeisterten das Publikum ebenso wie abschließend drei eigene Stücke dieses 1950 geborenen Komponisten. Lang anhaltender Beifall war Krivokapic sicher. Er entlohnte ihn mit einer Zugabe für seinen kleinen Kreis neuer Fans.

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