Heinrich Aretz für kommunalpolitische Tätigkeit geehrt

Von: red
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Heinrich Aretz wurde im Gangelter Rathaus für 50 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit gefeiert. Foto: von ihm zu finden, denn dann wird im Ort eine Straße nach ihm benannt.(red)

Gangelt. Was sagt man über einen Mann, über den alles gesagt ist? Wie ehrt man einen Mann, der mit allem geehrt und ausgezeichnet wurde, was die Palette hergibt?

Heinrich Aretz wurde im Gangelter Rathaus für 50 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit gefeiert, und es mag ihm eine besondere Freude gewesen sein, dass sein Nachfolger, Bürgermeister Bernhard Tholen, es geschafft hatte, viele seiner alten Weggefährten zu der Feier zu versammeln.

Sogar Peter Brüser, einer der Vorgänger auf dem Chefsessel im Rathaus, war eigens mit seiner Gattin Reinhilde 300 Kilometer angereist. Hans Beckers, Amtsdirektor a.D., war der Mann, mit dem Heinrich Aretz die Umstrukturierung der Gemeinde begonnen hatte. Neben Heinrich Aretz saß seine Frau Anna, ihm gegenüber die Kinder und Enkel. „Als Du, lieber Heinrich, am 20. Mai 1932 als drittes von fünf Kindern in Birgden geboren wurdest, konnte niemand wissen, wohin Dein Weg Dich führen wird und was das Leben mit Dir vorhat“, begann Bernhard Tholen seine Ausführungen. 1947 ging er zur Kreisbahn, wo er 50 Jahre arbeiten sollte, und 1957 wurde er CDU-Mitglied. Im Juni 1959 heiratete er Anna. Bis dahin sei sein Leben noch in ruhigen Bahnen verlaufen, so Tholen. Dann sei Aretz in die Politik gekommen.

1961 gründete Aretz die Junge Union in Birgden; einige Tage später wurde er in den Rat der Gemeinde Birgden und des ehemaligen Amtes Waldenrath gewählt. Am 29. Oktober 1964 wurde er im Alter von 32 Jahren zum Amtsbürgermeister des Amtes Waldenrath gewählt und war jüngster Bürgermeister des Regierungsbezirkes Aachen.

Das alles ist 50 Jahre her und die Zeit dazwischen wurde vom Jubilar gefüllt mit großem Engagement in der Politik, im sozialen Bereich und vor allem für seinen Heimatort Birgden. Ob beim Schützenverband oder in der CDU, ob beim heimischen FC Eintracht oder im Betriebsrat seiner Firma: überall stand er den Gremien vor, leitete ihre Geschicke und legte dabei etwas an den Tag, was ihn bis heute auszeichnet – er hatte immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen um ihn herum. „Während Deiner Amtszeit als ehrenamtlicher Bürgermeister entwickelte sich die Gemeinde Gangelt zu einer Gemeinde mit einer hohen Lebensqualität. Die Hauptschule, die Realschule, Kindergärten und Sporthallen wurden gebaut. Du sorgtest dafür, dass sich Handel, Handwerk und Gewerbe entwickeln konnten“, betonte Tholen. Auch die Feuerwehr lag Aretz sehr am Herzen. Schon früh hatte er erkannt, dass sich die Gemeinde Gangelt zu einer Gemeinde mit einem hohen Freizeitwert entwickeln kann. Somit wurde er zum Vorreiter des Tourismus in Gangelt. „Dir ist auch zu verdanken, dass die Gemeinde Gangelt Partnerschaften mit drei Gemeinden pflegt“, erklärte Tholen.

Dann hatte Tholen einige Seiten mit Ehrungen zu verlesen. Aretz hat das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, er wurde „Ehrenratsherr“ und mit dem goldenen Ehrenring der Gemeinde Gangelt ausgezeichnet. 1994 gab es das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 1997 wurde ihm die Ehrenbezeichnung ‚Ehrenbürgermeister‘ verliehen. Heinrich Aretz ist der einzige Ehrenbürger der Partnergemeinde Sohland an der Spree und ist aktuell der einzig lebende Ehrenbürger der Gemeinde Gangelt.

All die anderen „kleinen“ Ehrungen, die einem Heinrich Aretz aber ebenso wichtig sind, wie die großen, sind in einem Heft nachzulesen, das der Jubilar selbst gestaltet hat, und das Fotos, Briefwechsel, Zeitungsartikel und vieles andere rund um den ehemaligen Birgdener Ortsvorsteher beinhaltet.

Teil der Geschichte

Diese Sammlung ist auch ein Stück Geschichte der Gemeinde Gangelt. Es gab Zeiten, da stand „Ade Hein“ im Zusammenhang mit seinen zahlreichen Ämtern und Aufgaben nahezu täglich in der Zeitung – spätestens nach seinem Ausscheiden aus dem Rat wurde es etwas ruhiger um ihn. Aber in zwei Wochen wird hier wieder ein Bild von ihm zu finden, denn dann wird im Ort eine Straße nach ihm benannt.

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