Erkelenz-Hohenbusch - „HeimatZeit“: Künstler beziehen Stellung

„HeimatZeit“: Künstler beziehen Stellung

Von: koe
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Beeindruckende Herangehensweise: Der Erkelenzer Künstler Karl-Heinz Laufs (3.v.r.) erläuterte bei der Ausstellung „HeimatZeit“ sein Exponat – eine Palette Originalsteine aus dem bereits dem Tagebau zum Opfer gefallenen ehemaligen Pesch. Foto: Koenigs

Erkelenz-Hohenbusch. Günther Merkens, Vorsitzender des Heimatvereins der Erkelenzer Lande, begrüßte auf Haus Hohenbusch anlässlich des Symposiums viele Gäste aus nah und fern zur Ausstellungseröffnung mit dem Titel „HeimatZeit“. Ein Blickwinkel, aus dem der Begriff Heimat betrachtet werde, sei die Kunst, so Günther Merkens.

Deshalb galt sein besonderer Gruß den fünf ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern Susanne Fasbender, Anja Quaschinski, Ursula Ströbele, Till Hausmann und Karl-Heinz Laufs.

Dank für Engagement

Diesen Künstlern gestand der Vorsitzende zu, ihre Betrachtungen zur Heimat und insbesondere zur verlorenen Heimat würden in den ausgestellten Kunstwerken sehr deutlich dargestellt. Dankesworte fand Günther Merkens außerdem für die Unterstützung durch die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Stadt Erkelenz und die Kreissparkasse Heinsberg. Letztere wurde durch das Vorstandsmitglied Hans-Josef Mertens vertreten, der ebenfalls zu den zahlreichen Gästen der Ausstellungseröffnung sprach.

Die Direktorin der Ludwig-Galerie Schloss Oberhausen, Dr. Christine Vogt, führte in einem eindrucksvollen Vortrag in die Ausstellung ein. Hierbei wurde der Begriff Heimat immer im Zusammenhang mit der verlorenen Heimat gesehen.

Als Kurator der Ausstellung „HeimatZeit“dankte Prof. Dr. Helmut Brall-Tuchel insbesondere den fünf Künstlern, deren Werke im Laufe dieses Monats im Kreuzherrenkloster Hohenbusch zu bewundern sind. Diese Werke seien zu einem erheblichen Teil eigens für die Ausstellung geschaffen worden und würden der Öffentlichkeit zum ersten Mal präsentiert. Sein Dank galt aber auch den Vertretern des Heimatvereins für ihr bürgerschaftliches und kulturelles Engagement sowie den bereits erwähnten Institutionen.

Er betonte: „Wenn uns der Begriff Heimat in den Sinn kommt, dann denken wir vielleicht zuerst an Orte, reale oder auch fiktive Orte, denen wir uns zugehörig fühlen, an denen wir in besonderer Weise aufgehoben sind. Mit dem ungewöhnlichen Kompositum „HeimatZeit“ will die Ausstellung auch auf den verborgenen, aber gleichwohl wichtigen Aspekt der Zeit oder des Zeitflusses aufmerksam machen.“

Eine eigene Rhythmik

Denn Heimat folge offenbar einer eigenen Rhythmik, fordere eigenständige Modi der Zeitwahrnehmung, betonte Brall-Tuchel. Heimat konfiguriere und produziere Zeitläufe anders als die zählbare Zeit der Chronologie.

„In „HeimatZeit“ sind so unterschiedliche Spannen wie Lebenszeit und Naturzeit enthalten, werden Erinnerung und Gegenwart, Verlorenes und Künftiges, aber auch Zeitlosigkeit in Bild und Form sichtbar gemacht und auf ein menschliches Maß gebracht. Das regt an, Heimat nicht nur für gegeben oder verloren, für wichtig oder verzichtbar zu erachten, sondern ihre Eigenheit, eben ihre Eigenzeit, zu bedenken.“

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