Heimatverein: Studienreise auf den Spuren der Wikinger

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Die Reisegruppe des Heimatvereins plant schon die nächste Reise.

Erkelenz. Unter dem Motto „Emil Nolde, Theodor Storm und die Wikinger“ führte eine mehrtägige Studienreise des Heimatvereins der Erkelenzer Lande unter Leitung von Irmgard Gisbertz in den Norden Deutschlands. Von jeher hat das Land zwischen den Küsten von Nord- und Ostsee Maler und Schriftsteller inspiriert.

Vor allem Emil Nolde und Theodor Storm haben hier ihre großen Werke geschaffen. Nolde baute sein Wohn- und Atelierhaus in Seebüll auf einer Warft nahe der dänischen Grenze. Hier beeindruckte die Teilnehmer besonders der von Nolde und seiner Frau angelegte Garten und deren Ruhestätte. Noldes künstlerischer Nachlass ist so umfangreich, dass bei weitem nicht alle Schätze des Expressionisten hier ausgestellt werden können. Deshalb freuen sich die Erkelenzer bereits auf eine Sonderfahrt des Heimatvereins vom 15. bis 17. August zur Nolde- Ausstellung im Frieder Burda Museum in Baden-Baden.

Theodor Storms Heimatstadt Husum, die er die „graue Stadt am Meer“ nannte, war ein weiteres Ziel. Bei einem Rundgang mit dem Stormkenner Heinz Mühlenbeck wurden neben dem Schloss vor Husum, dem Hafen, dem Stadtkern und der Marienkirche die Stormstätten besucht. Ein Höhepunkt war die Besichtigung des Storm-Hauses an der Wasserreihe. Das Althusumer Bürgerhaus ist seit der Zeit, in der der Dichter hier wirkte, in fast unverändertem Zustand erhalten. Im Untergeschoss befindet sich unter anderem das ursprüngliche Wohnzimmer des Dichters und das Amtszimmer des Landvogtes Theodor Storm. Im Obergeschoss sahen die Erkelenzer das „Hademarschen-Zimmer“ mit dem Schreibtisch, an dem Storm den Schimmelreiter vollendet hat, übrigens eine Tischlerarbeit des jungen Emil Nolde.

In den alten Hafenstädten weht auch heute noch ein Hauch vergangener Zeiten. Die Herzogsstadt Schleswig, die Handelsstadt Flensburg sowie die Schlösser Gottdorf und Glücksburg, die als Schatzkammern europäischer Kunst bezeichnet werden können, standen ebenso auf dem Besichtigungsprogramm wie die malerische Kleinstadt Friedrichstadt mit den holländischen Grachten und schmucken Giebelhäusern am Marktplatz. An der Schlei vor den Toren der Stadt Schleswig liegt die Wikingersiedlung Haithabu.

Bei einem weiteren Rundgang sahen die Teilnehmer der Reise den riesigen Halbkreiswall, der zum Schutze der Stadt errichtet worden war und die Wikinger Häuser, die auf der Basis von Originalfunden neu errichtet wurden.

Die Reisegruppe aus dem Erkelenzer Land kehrte mit vielfältigen Eindrücken von der Studienreise zurück.

Die Teilnehmer waren sich schließlich einig, dass Kunst und Kultur im Land zwischen den Meeren fasziniert und sie die Landschaft in guter Erinnerung behalten werden.

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