Waldfeucht-Braunsrath - „Heilsames Singen“ : Jeder Ton wirkt unterschiedlich auf den Körper

„Heilsames Singen“ : Jeder Ton wirkt unterschiedlich auf den Körper

Von: anna
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Ein wenig Theorie stand natürlich auch auf dem Programm beim Workshop „Heilsames Singen“ mit Agnes Erkens.

Waldfeucht-Braunsrath. „Wenn wir singen, breitet unsere Seele die Flügel aus.“ So umschreibt die Mezzosopranistin Agnes Erkens die Wirkung von Gesang. Die Schönheit eines Klangs wecke Empfindungen, Freude und Kraft, sagt die aus Braunsrath stammende und in Köln lebende Sängerin, die sich in Workshops auch dem sogenannten Heilsamen Singen widmet.

Einen ersten davon hat sie jetzt auch in ihrem Heimatort im Kloster Maria Lind angeboten.

Als Mittler zwischen Geist, Seele und Körper spreche Musik eine universelle und zugleich elementare Sprache, ist Agnes Erkens überzeugt. „Wer sich seiner Stimme bewusst ist, kommt zu sich und erreicht auch andere“, sagt sie. Jeder Mensch werde mit einer Stimme zum Singen geboren. Das Wissen um die heilsame und transzendente Wirkung des Singens gründe in den Wurzeln unserer Weltkulturen.

Jeder Ton habe eine ganz eigene Schwingung, die wiederum unterschiedliche Wirkung auf unseren Körper, Geist und Seele ausübe. Singen ermögliche dem Menschen den Zugang zu sich selbst, zu seiner tieferen Bewusstseinsebene, zu seiner Lebenskraft und zu seinem Potenzial. „Singen öffnet unsere Herzen und stimuliert unsere Selbstheilungskräfte.“ Singen sei eine Quelle der Besinnung, die den Menschen zentriere, seine Konzentration fördere, ihn beim Verarbeiten von Stress und den Herausforderungen des Lebens unterstützen könne. So viel zur Theorie. Im Kloster stand nach der Vorstellungsrunde für die Teilnehmerinnen gleich eine Körperübung zur Wahrnehmung von Atem, Lebensenergie oder Blockaden auf dem Programm. Jede summte ihren eigenen Ton, den „Mutter Erde“ in ihr zum Schwingen brachte. Mit diesem Ton begegneten die Frauen sich, nahmen Kontakt auf zu anderen, spürten nach, wie sich der Ton veränderte, wenn er Emotion und Beziehung ausdrückte.

Dann ging es noch einmal kurz zurück in die Theorie, in der die Gesangspädagogin die körperliche und emotionale Verbindung zur Ton- und Vokalbildung erklärte. So erfuhren die Teilnehmerinnen, dass die Vokale U, O, A und E in unterschiedlichen Regionen des Körpers entstehen. Diese wurden bewusst wahrgenommen und entsprechende Töne geübt.

Nach einer Mittagpause ging es in der Wallfahrtskapelle weiter. Hier fanden die Frauen unter anderem Zugang zu alten Marienliedern, deren Botschaft die weibliche Seite Gottes umschreibe und die Frauen heute stärke. Beim Gesang der Lieder fühlten die Frauen diese Botschaft an sich selbst und setzten dies in einen „himmlischen Klang“ der eigenen Stimme um.

In der Auswertungsrunde dankten die Teilnehmerinnen Agnes Erkens für die Stärkung, die ihnen dieser Tag geboten habe. Einige waren froh darüber, wieder Freude am Singen gefunden zu haben, für andere stand die Stärkung des eigenen Ich im Vordergrund. Wieder andere äußerten gar den Wunsch, ihren Gesang auch in einem Chor fortführen zu wollen. Das Kloster Maria Lind sei zudem genau der richtige Ort für ein solches Angebot, erfuhren Agnes Erkens und die regionale Frauenseelsorgerin Sabine Mevissen von den ersten Teilnehmerinnen.

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