Heilpädagogisches Zentrum Saeffelen feiert 20-jähriges Bestehen

Von: agsb
Letzte Aktualisierung:
8603219.jpg
Die Mädchen der Wohngruppe beteiligten sich aktiv am Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Heilpädagogischen Zentrums. Foto: agsb

Selfkant-Saeffelen. Das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Saeffelen feierte im Pfarrzentrum sein 20-jähriges Bestehen. 1994 begann eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte, in Saeffelen wurde die erste Mädchenwohngruppe für schwer erziehbare und verhaltensauffällige junge Mädchen eröffnet.

Vielleicht hatte Geschäftsführer Josef Werny mit Bedacht Saeffelen als Standort dieser Wohngruppe ausgewählt. Denn in Saeffelen ist das Zusammengehörigkeitsgefühl besonders groß. Im Laufe des Festaktes wurde deutlich: die Wohngruppe war im Ort von Anfang an fest etabliert, auch die beiden neuen Einrichtungen des HPZ in Karken und Süsterseel blicken auf gute Nachbarschaftspflege.

„Eine Integration der Mädchen in der Nachbarschaft sowie örtlichen Vereinen war von Beginn an gegeben“ sagte Josef Werny und gab ein dickes Dankeschön an seine Mitarbeiterinnen weiter. Dr. Lothar Krapohl, Vorstandsvorsitzender des HPZ, dankte Werny, der seit 20 Jahren Antreiber im HPZ ist.

Krapohl bezeichnete den Leitspruch des HPZ („Finde nicht überall Fehler – finde Abhilfe“) als Herzenssache des Teams. Er lobte ferner die ehrenamtlichen Helfer, ohne deren Unterstützung das HPZ nicht auf einem so festen Fundament stehen würde.

„Würde es das HPZ nicht geben, man müsste er erfinden“ sagte Jens Sannig, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Jülich. Herbert Corsten, Bürgermeister der Gemeinde Selfkant, sah eine stetige positive Entwicklung und würdigte besonders die Arbeitsprojekte, die teilweise mit Ausbildungsplätzen verbunden sind.

Nikolaus Immer vom Dachverband Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe lobte das HPZ: „Sie haben als eine der ersten Einrichtungen Brücken geschlagen und Arbeitsprojekte aufgebaut. Als Fazit konnten wir feststellen: Alle Investitionen haben sich gelohnt.

Neben der guten Ausbildung für die Mädchen geht es um mehr, unter anderem wird das Selbstbewusstsein hier eindrucksvoll gestärkt, was eben ein gutes Heilpädagogisches Zentrum auszeichnet.“

Weitere Grußworte kamen von den Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU) und Norbert Spinrath (SPD), sowie von den Geistlichen Roland Bohnen und Matthias Schoenen.

Die Mädchenwohngruppe in Saeffelen (MiSS) wurde mit acht Plätzen eröffnet, die zweite Mädchenwohngruppe in Heinsberg-Karken (MiK) im Oktober 1999 ebenfalls mit acht Plätzen. Seit 2010 verfügen wir über eine Verselbständigungsgruppe mit drei Plätzen in zentraler Lage in Heinsberg.

Die neueste Wohngruppe ist MiSSi (2012) in Selfkant-Süsterseel mit intensivpädagogischer Betreuung für sechs Mädchen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert