Erkelenz-Gerderath - Hedwig Sieberichs: Der Himmelsbote einmal irdisch

Hedwig Sieberichs: Der Himmelsbote einmal irdisch

Von: Helmut Wichlatz
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Kurzweiliges Gastspiel in Gerderath: Hedwig Sieberichs. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz-Gerderath. Die Katholische Frauengemeinschaft hatte zu einem besonderen Abend ins Bürgerhaus am Van-Wiggen-Platz eingeladen. Auf dem Programm stand die aus dem Karneval bestens bekannte Büttenrednerin Hedwig Sieberichs aus Schwalmtal, besser bekannt als „Engel Hettwich“.

Doch auch außerhalb der fünften Jahreszeit ist sie durchaus aktiv, zum Beispiel mit ihrem Soloprogramm „Der (Heiligen) Schein trügt“. Darin präsentiert sich der leutselige Himmelsbote durchaus irdisch mit ebensolchen Problemen und einem Ehemann, über den man herrlich ablästern kann.

Zuvor verriet Karnevalspräsidentin Fatma Kremer, dass Hettwich quasi gleich nebenan im alten Immerath geboren wurde und in der Region aufwuchs. Dementsprechend wusste sie vom ersten Moment auf der Bühne an, welche Knöpfe sie drücken musste und wohin die humoristische Reise mit dem Gerderather Publikum gehen konnte.

Wer Sieberichs bislang nur als Engel in besonderer Mission kannte, war angenehm überrascht, denn die Frau, die da vor dem Publikum stand oder über die Bühne stürmte wie ein Flummi, war so normal wie Frau Müller von nebenan. Oder eben genauso unnormal. Oder ist es normal, sich mit dem Ehegatten am Handy über eben dieses verlorene Handy zu reden? Themen lauern im Alltag der modernen Frau überall. Ob im Fitnessstudio oder im Supermarkt, der Wahnsinn des Alltags lauert überall. Und es gibt nichts, was man nicht irgendwie schön durch den Kakao ziehen kann.

Fazit: Hettwich ohne Flügel ist auch lustig. Die Fans des Himmelsboten mit Fliegerbrille kamen im zweiten Teil des Programms aber auch auf ihre Kosten.

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