Haus Spiess benötigt neues Dach

Von: Helmut Wichlatz
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In die Jahre gekommen und nicht mehr dicht. Das Dach des Hauses Spiess wird im nächsten Jahr erneuert. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Lästermäuler könnten geneigt sein zu glauben, in Erkelenz gehöre ein gehöriger Dachschaden zum guten Ton. Zuerst stand das Dach des Lambertiturms auf der Kippe und konnte auch dank der finanziellen Unterstützung der Bürger saniert werden, dann schlugen die Freunde der Burg Alarm und sammeln seitdem für ein Schutzdach, mit dem der Burgturm – wie der Lambertiturm ein Wahrzeichen der Stadt – vor den Witterungseinflüssen geschützt werden soll. Nun rückt auch das Haus Spiess in den Fokus der bedeckungsbedingten Betrachtungen.

Im Jahr 1806 gebaut

Denn das Schieferdach des Haupthauses ist auch in die Jahre gekommen und nicht mehr dicht. Es regnet also hinein in das repräsentative Gebäude aus dem Jahr 1806, das nach seinem Bauherren Johann Joseph Spiess benannt ist. Der war einmal Offizier der Leibwache des französischen Königs Ludwig XVI. und avancierte unter Napoleon zum Domänenverwalter und Rentmeister der Kantone Erkelenz und Odenkirchen im Arrondissement Krefeld. Im Krieg war der linke Seitenflügel durch eine Bombe völlig zerstört worden. Nachdem die Stadt das Gebäude 1978 übernommen hatte, wurde es saniert und für repräsentative Zwecke und Kunstausstellungen genutzt.

Auch das Standesamt ist heute ebenso wie Fraktionsbüros der Ratsparteien in den Seitenflügeln untergebracht.

Denkmalschutzsonderprogramm

Die Sanierung des Schieferdaches, das nach dem Krieg aufgesetzt worden war, und Malerarbeiten seien für das kommende Jahr vorgesehen, erklärt der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg. Insgesamt werden die Kosten derzeit mit rund 130.000 Euro veranschlagt. Rund die Hälfte muss die Stadt selbst aufbringen, der Rest wird aus einem Denkmalschutzsonderprogramm der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien kommen. Ein entsprechender Antrag wurde schon gestellt.

Der Eigenanteil der Stadt ist im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr schon ausgewiesen, so Lurweg.

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