Haus Hohenbusch: Stadt plant eine Erweiterung

Von: Helmut Wichlatz
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Ein neues „altes“ Wappen ziert jetzt die Toreinfahrt zu Gutshof (Bild links). Neben der Rur werden drei Mühlsteine gezeigt, die für die Mühlen in Baal, Doverhahn und Ratheim stehen. Der Schuppen im Innenhof soll saniert und nutzbar gemacht werden. Foto: hewi Foto: hewi
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Ein neues „altes“ Wappen ziert jetzt die Toreinfahrt zu Gutshof (Bild links). Neben der Rur werden drei Mühlsteine gezeigt, die für die Mühlen in Baal, Doverhahn und Ratheim stehen. Der Schuppen im Innenhof soll saniert und nutzbar gemacht werden. Foto: hewi Foto: hewi

Erkelenz-Hetzerath. Der Förderverein hatte auf der Jahreshauptversammlung Interessantes zu berichten. Der Vorsitzende Heinz Küppers, der den Verein vor 17 Jahren gegründet hat, berichtete von den Vorbereitungen zur Sanierung des Schuppens im Innenhof, aus dem ein nutzbarer Raum gemacht werden soll.

Auch die Fenster des Herrenhauses bedürfen dringend der Sanierung. Hier hoffe er auf eine praktische und kostengünstige Lösung, betonte Küppers.

Ein weiterer Fokus lag im Ausbau und der weiteren Bepflanzung des Klosterparks, wo rund tausend Blumenzwiebeln gepflanzt wurden. Der Weg zum Herrenhaus wurde mit Blumenkästen herausgeputzt, an der Stelle, wo die Klosterkirche stand, wurde eine Gedenktafel installiert, die an die Zeit der Kreuzherren auf Hohenbusch erinnern soll. Eingeweiht wurde sie im vergangenen August beim Besuch des Paters General Laurentius Tarpin, dem ranghöchsten Kreuzherren.

Geschäftsführer Frank Körfer berichtete über das neue Wappen, das die Toreinfahrt zum Gutshof neuerdings ziert. Es orientiert sich an dem historischen Wappen, das zur Zeit der französischen Besatzung entfernt werden musste. Dargestellt sind neben der Rur auch drei Mühlsteine. Diese stehen für die Mühlen in Baal, Doverhahn und Ratheim, die von den Kreuzherren betrieben wurden und maßgeblich zum Wohlstand des Ordens beitrugen. Wie das Original aussah, sei nicht bekannt, betonte Körfer. Das nun angebrachte Wappen entspreche dem eines der Prioren, die das Kloster leiteten.

Weitaus interessanter sei derzeit der Baufund zu bewerten, den man bei Sanierungsarbeiten im Flur des Herrenhauses gemacht hatte. Die Reste von gotischen Spitzbögen im Bereich eines Fensters deuteten darauf hin, dass der heutige Flur des Herrenhauses einmal ein Teil des ehemaligen Kreuzganges war, erläuterte Körfer. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) habe sich schon angekündigt, um den Fund zu untersuchen und zu bewerten. Auf die zu erwartenden neuen Erkenntnisse könne man gespannt sein, betonte er.

Das gilt auch für die Auswertung der Sammlung Matthias Siemes. Die Erben des verstorbenen Heimatforschers hatten dem Förderverein eine Sammlung mit Dokumenten und Akten übergeben, die sich auf die Hetzerather Dorfgeschichte und die des ehemaligen Klosters beziehen. Darunter auch eine Abschrift der verschollen geglaubten Inventarliste der Klosterkirche.

Gemeinsam mit dem Stadtarchiv, wo die Sammlung auch gelagert werden soll, wird sie gesichtet und ausgewertet. Andere Teile gehen an die Interessengemeinschaft Hetzerath und werden dort mit Fokus auf die Ortsgeschichte ausgewertet. Auf Hohenbusch soll die Sammlung Siemes dann im kommenden Jahr ausgestellt werden.

Ein Archiv werde es auf Hohenbusch jedoch nicht geben, betonte Körfer und fügte mit Blick auf neue zu erwartende Erkenntnisse hinzu: „Da ist noch Musik drin.“

Der erste Beigeordnete, Dr. Hans-Heiner Gotzen, dankte dem Förderverein für sein Engagement und betonte, dass er seit seinem Amtsantritt in Erkelenz die Entwicklung Hohenbuschs verfolge. Das Wirken des Fördervereins und anderer Initiativen habe Früchte getragen. Heute stelle sich das ehemalige Kloster als lebendiger Ort der Kultur, Kunst und Geschichte dar.

Gotzen kündigte an, dass die Stadt eine Erweiterung der musealen Zellen plane, da die Dauerausstellung schon jetzt an ihre Grenzen gestoßen sei. Neue Ausstellungsstücke sowohl aus der klösterlichen als auch aus der Zeit der privaten Nutzung Hohenbuschs machten diesen Schritt nötig. Die baulichen Voraussetzungen waren schon im ersten Bauabschnitt geschaffen worden.

Zuvor hatte Körfer schon darauf hingewiesen, dass an „guten Tagen“ bis zu 70 Besucher den Weg nach Hohenbusch und in die Ausstellung im Herrenhaus fänden.

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