Hauptschulfusion in Heinsberg nur ein Bündnis auf Zeit

Von: her
Letzte Aktualisierung:
10395963.jpg
Der ehemalige Leiter der Hauptschule an der Westpromenade, Matthias Reinartz (links) und sein Kollege Christoph Scholz packen die letzten Bücher in die Umzugskartons. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Die heiße Phase ist in vollem Gange, und das nicht nur meteorologisch betrachtet. Denn die Hauptschulen an der Westpromenade und der Parkstraße werden mit dem neuen Schuljahr zum 12. August fusionieren. Dann wird es für vier Jahre nur noch eine Hauptschule in Heinsberg geben.

Zunächst mit 275 Schülern, über 20 Lehrern und zwei Sozialarbeiterinnen. Sieben Lehrer und eine der Sozialarbeiterinnen stammen von der Westpromenade. Die Vorbereitungen laufen schon seit Monaten. „Was nicht unbedingt üblich ist für eine auslaufende Schule: die Stelle des Konrektors wird noch einmal neu besetzt – mit Christian Hänsch aus Gangelt“, sagt Schulleiter Christoph Scholz, der von seinem mittlerweile in den Ruhestand getretenen Kollegen Matthias Reinartz Kollegen und Schüler übernimmt. Mehrere gemeinsame Konferenzen habe es bereits gegeben.

Schließlich müssen in Sachen neue Schulordnung, Lehrmittel oder Lehrplan verbindliche Fakten geschaffen werden. „Besonders viel wurde daran gearbeitet, dass alle Kinder schnell in der neuen Schule auch ein neues Zuhause finden“, so Scholz. „Es war auch wichtig, dass sich die Kollegen kennenlernen und als gemeinsames Team begreifen“, ergänzt Reinartz, dessen Hauptaufgabe am Ende darin bestand, die „Abwicklung“ seiner Schule als eigenständige Einrichtung möglichst reibungslos zu gestalten.

Eine Großbaustelle

Die naturwissenschaftliche Sammlung an der Westpromenade sei so hochwertig und umfangreich, erläutern die beiden Pädagogen im Gespräch mit unserer Zeitung, dass sie mit nach Oberbruch ziehen wird. Eine Fachfirma hält dazu die Planung in der Hand. Auch große Teile der Techniksammlung, Bücher und Möbel wechseln an die Parkstraße. Scholz: „Der Schulstandort Oberbruch wird zunächst einmal aus allen Nähten platzen, aber die Kooperation mit Realschule und Gesamtschule klappt ohne Probleme.“

Große Teile der Hauptschule werden noch bis zum Schulstart renoviert. „Da brummt es richtig wie auf einer Großbaustelle. Wir finden es toll, dass die Stadt hier Geld in die Hand nimmt.“ In beiden Schulen lief auch ein Wettbewerb, um ein gemeinsames Logo zu erstellen. Bei der Fusionsfeier soll es im Beisein des Heinsberger Bürgermeisters vorgestellt werden.

Im Kreis Heinsberg gab es bis Ferienbeginn noch sieben Hauptschulen, von denen Gangelt, Übach-Boscheln, Heinsberg und Oberbruch auslaufen. Zum Schluss werden die Hauptschulen in Erkelenz, Wegberg und Hückelhoven übrigbleiben – zunächst jedenfalls.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert