Hauptschüler lernen, wie sie mit Cybermobbing umgehen sollten

Von: anna
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Kriminalkommissarin Alexandra Grates (links) freute sich über den Dank von Schülern, Schulleiter Christoph Scholz und Schulsozialarbeiterin Silke Esser (r.). Foto: anna

Heinsberg-Oberbruch. Sogenanntes Cybermobbing und andere Gefahren, denen auch Schüler im Internet begegnen, sind mittlerweile nahezu alltäglich geworden und begleiten so auch den Schulalltag der Oberbrucher Hauptschüler.

Auch sie macht das, was sie im Internet erleben, manchmal hilflos. „Was soll ich tun?“, lautet die Frage, die auch sie sich immer öfter stellen müssen.

Wenn es dann auch keinen Ausweg zu geben scheint: „Hilfe holen ist kein Petzen!“, lautete einer der wichtigen Tipps, die Kriminalkommissarin Alexandra Grates den Schülern bei ihrem Besuch in der Schule mit auf den Weg gab. Nicht nur ein vertrauliches Gespräch mit den Eltern könne da helfen, sich zu wehren, sondern auch der Kontakt zu Lehrern und Schulsozialarbeitern, nicht zuletzt aber auch eine Anzeige bei der Polizei. „Nicht selten passiert es, dass das Opfer die Klasse oder die Schule wechselt, nicht aber der Täter“, betonte Alexandra Grates. Damit rief sie die Schüler auf, aktiv etwas zu tun und nicht zu Mittätern, Lachern, Nichtstuern oder gar Unterstützern zu werden.

Ein kleiner Film zeigte anschaulich, wie sich ein Opfer fühlt. Das löste bei vielen der jungen Zuschauer Betroffenheit aus. Die ganz „Coolen“ unter den Schülern würden meist nicht verstehen, wie es einem Opfer gehe, würden sich nicht trauen, Gefühle zu zeigen, und würden einfach wegschauen, seien feige und hätten ganz wenig Zivilcourage. Da hatte Alexandra Grates einen Tipp: „Cool sein geht anders.“ Wie das geht? Das war die Denkaufgabe, die sie den Schülern mit auf den Weg gab. Mit acht Veranstaltungen in einer Woche erreicht sie viele der Oberbrucher Hauptschüler.

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