Hart, laut, herzlich: Metalfestival im Wahnenbusch

Von: hewi
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Erkelenz-Tenholt. Laut, schrill und heavy ging es beim fünften Metalfestival auf dem Clubgelände des Motorradclubs Lucifer‘s Dragons am Wahnenbusch zu. Fünf Bands aus der Region waren angetreten, um dem Publikum richtig einzuheizen. Und das strömte nur zu gerne nach Tenholt, denn in Metalkreisen hat sich herumgesprochen, dass das „Metal de Houte“ jedes Jahr mit Bands aufwartet, die es krachen lassen.

Der Name leitet sich vom alten Namen Tenholts ab, das in früheren Jahrhunderten als de Houte bei Erkelenz bekannt war.

Seit 2009 gibt es das Festival, das nach einem Besuch des bekannten Wacken-Festivals entstanden ist. „Beim ersten Mal waren rund 100 Leute da“, erinnert sich Linda Geneschen, die zum neunköpfigen Organisationsteam gehört. „Mittlerweile kommen 500 bis 600 Leute.“ Was auffiel, war die bunt gemischte Truppe, die vor der Bühne feierte. „Bei uns treffen sich alle Generationen, vom alten Hardrocker bis hin zum ganz jungen Headbanger“, betonte Geneschen. Einige Musikfans waren auch mit ihren Kindern gekommen. Schließlich kann man ja nicht früh genug beginnen, den Nachwuchs für gute Musik zu begeistern.

Die Lucifer‘s stellen gerne ihr Clubgelände zur Verfügung und helfen auch mit, bis Bühne, Partyzelt und Bierstand aufgebaut sind.

Mit Stroke, The Very End, Blood of God und Shotgun Express konnten die Organisatoren Bands verpflichten, die bei den Metalfans durchaus bekannt sind. Headliner waren Motorjesus, die schon mit Metallurgestein Motörhead auf Tour waren und auf dem Festival ihr neues Album vorstellten.

Wer denkt, dass Metalmusik und Bier eine gefährliche Mischung darstellen, der irrt. Denn bei Metal de Houte geht es durchaus friedlich zu. Zwischen den abrockenden Metallern spielten auch Kinder, die alles andere als eingeschüchtert waren von den langhaarigen Gesellen in ihren martialischen Kutten. Kein Wunder, waren es doch oftmals Papa und Mama, die sich da zum harten Beat der Musik produzierten.

Nach dem Festival ist vor dem Festival, weiß Mitorganisator Maik Niessen. „Wenn das Konzert gelaufen ist, bewerben sich schon die ersten Bands für das nächste Jahr“, betonte er. Dabei werde aber Wert darauf gelegt, dass die musikalische Bandbreite sich nicht nur auf „richtig hart“ beschränkt. Denn auch Alternative-Bands und klassische Hardrocker schätzen die gemütliche Atmosphäre bei den Tenholter Rockern.

Und die Tenholter schätzen es ebenso, denn im Ort selbst war von dem metallischen Krach am Wanenbusch kaum etwas zu hören, was aber an der günstigen Windrichtung lag. Deshalb waren auch viele Anwohner dabei und genossen das bunte und laute Treiben am Wanenbusch. „Hier geht es zum Teil wirklich hart zu“, bestätigte Niessen. „Aber immer herzlich!“ Bewerbungen fürs nächste Jahr werden angenommen unter billings@mdh-openair.de.

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