Hans Mayers Absturz bei Oberbruch von Helmut Frenken aufgearbeitet

Letzte Aktualisierung:

Heinsberg. Nach der Recherche über den Absturz einer amerikanischen B 17 in Oberbruch hat sich Helmut Frenken in den vergangenen Monaten mit dem Schicksal eines jungen deutschen Piloten beschäftigt. Der Absturz seiner Me 109 jährt sich am 12. Oktober zum 71. Mal.

Aus diesem Anlass werden am Montag, 12. Oktober, um 17 Uhr ein Gedenkstein und eine Informationstafel in der Nähe der Absturzstelle in Oberbruch direkt gegenüber dem Eilandshof enthüllt. Dazu sind alle Interessierten eingeladen.

Den Einstieg in diese Nachforschungen erleichterten umfangreiche Unterlagen, die Helmut Frenken von der Witwe des Heimatforschers Willi Offermann aus Lindern zur Verfügung gestellt wurden.

Das geschah: Der am 14. August 1923 in Königsbronn, einer Gemeinde zwischen Aalen und Heidenheim an der Brenz, als erster von zwei Söhnen der Eltern Anna und Georg Mayer geborene Hans Mayer verschrieb sich schon früh dem Segelflug. Nach seiner Berufsbildung als Maschinenbauer meldete er sich daher im August 1941 freiwillig zur Luftwaffe. Dort schloss er 1943 seine Pilotenausbildung ab und wurde zunächst im Jagdgeschwader 104 eingesetzt.

Am 13. August 1944 wurde er der I. Gruppe des berühmten Jagdgeschwaders 77 „Herz As“ zugeteilt und startete am 12. Oktober 1944 zu seinem siebten „Feindflug“. Bei dem Fronteinsatz wurde seine Maschine im Luftkampf getroffen und er stürzte 200 Meter nordöstlich von Oberbruch in die Rurauen. Dort wurde der junge Flieger von Angehörigen der 183. Volksgrenadierdivision geborgen und auf dem Divisionsfriedhof in Erkelenz-Lövenich beerdigt. Auf Bitten seiner Mutter fand bereits im Winter 1945 die Umbettung in die Heimaterde nach Königsbronn-Itzelberg in Baden-Württemberg statt.

In den 50er und 80er Jahren wurde zweimal nach den Überresten der Maschine gegraben und jedes Mal wurden auch zahlreiche Fundstücke sichergestellt.

Ein von Helmut Frenken verfasster umfangreicher Bericht schildert die Geschehnisse im Detail und wird den Besuchern am 12. Oktober zur Verfügung gestellt.

Zum Gedenken an den damals erst 21 Jahre jungen deutschen Piloten soll wie erwähnt ein Ort des Verweilens und der Geschichte am Eilandshof entstehen.

Somit ist eine zweite Flugzeugepisode in und um Oberbruch im Detail recherchiert und aufgezeichnet. Eine dritte ist bereits in Arbeit.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert