Grundschulen im kommenden Schuljahr vorerst noch offen

Von: Daniel Gerhards
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Wann die Grundschule in Unterbruch schließt ist noch nicht klar: Zu Beginn des kommenden Schuljahrs bleibt sie erst einmal geöffnet. Foto: Daniel Gerhards
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Wann die Grundschule in Porselen schließt ist noch nicht klar: Zu Beginn des kommenden Schuljahrs bleibt sie erst einmal geöffnet. Foto: Daniel Gerhards
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Wann die Grundschulen in Kempen schließt ist noch nicht klar: Zu Beginn des kommenden Schuljahrs bleibt sie erst einmal geöffnet. Foto: Anna Petra Thomas
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Die Grundschule in Randerath soll erweitert werden: Die Kosten für den Anbau in Massivbauweise liegen bei 240.000 Euro. Foto: Daniel Gerhards

Heinsberg. Die Grundschulen in Unterbruch, Kempen und Porselen bleiben im kommenden Schuljahr vorerst noch offen. Das sagte Bürgermeister Wolfgang Dieder (CDU) in der Stadtratssitzung am Mittwochabend. Die Schulen in Unterbruch und Kempen werden weitergeführt, weil vor dem Verwaltungsgerichts Aachen noch eine Klage gegen die Schließung anhängig ist.

Die Grundschule Porselen wird erst nach Randerath übersiedeln, wenn dort der Anbau fertig ist. Der Standort Porselen werde längstens bis zum Ende des Schuljahres 2016/17 erhalten bleiben. In der Ratssitzung hatte die Politik zwar offiziell festgestellt, dass der Bürgerentscheid gescheitert sei und dass er somit nicht den Ratsbeschluss zu den Grundschulschließungen ersetze. Auf Anfrage der SPD-Fraktion sagte Dieder aber, dass der Betrieb in den zur Schließung bestimmten Schulen vorerst weiterlaufen werde.

Im Einzelnen bedeutet das: Die Grundschüler aus Unterbruch könnten nach Heinsberg wechseln, dem steht aber noch die Klage vor dem Verwaltungsgericht im Weg. Die Schüler aus Porselen könnten in Randerath zur Schule gehen, dort ist aber noch nicht genügend Platz vorhanden. Und die Kinder aus Kempen könnten die Grundschule in Karken besuchen, wenn das Aachener Verwaltungsgericht im Sinne der Stadt entscheidet und wenn in Karken weiterer Raum für die zusätzlichen Kinder geschaffen ist.

Wann das Aachener Gericht eine Entscheidung fällt, ist derzeit noch vollkommen offen. Das Verfahren werde aktuell bearbeitet, sagte Frank Schafranek, Pressesprecher des Verwaltungsgerichts. Einen Termin für eine mündliche Verhandlung und die damit verbundene Entscheidung gebe es aber noch nicht, sagte Schafranek.

Drei Heinsberger Familien, zwei mit Kindern an der Unterbrucher Schule, eine mit einem Kind, das die Kempener Schule besucht, hatten gegen den Ratsbeschluss zur Schließung der Grundschulen geklagt. Weil der Rat den sofortigen Vollzug der Schließungen beschlossen hatte, beantragten die Kläger zudem, dass ihre Klagen bis zur Entscheidung des Gerichts aufschiebende Wirkung haben. Letzterem gab das Gericht in einem Eilverfahren statt.

Wenn das Verwaltungsgericht zugunsten der Stadt entscheiden sollte, würden nach dem Urteil die Vorbereitungsmaßnahmen für die Schließungen getroffen, sagte Dieder. Im Klartext heißt das: „Die Buslinien müssen stehen“ und in Karken muss für ausreichend Platz gesorgt werden. Ein Hin- und Rückweg zur Schule von zusammen einer Stunde sei dabei zumutbar, sagte Dieder.

Ob die Umzüge der Schulen mitten im Schuljahr, zum Halbjahres- oder zum Schuljahresende vollzogen werden würden, könne man derzeit noch nicht sagen, sagte Bürgermeister Dieder. „Das ist Spekulation.“ Nun müsse man erst einmal abwarten.

„Ungleichgewicht“

An den Grundschulen in Kempen und Karken stehe man nun vor dem Problem, dass man Klassen in völlig unterschiedlicher Größe bilden müsse. In Kempen seien 16 bzw. 18 Kinder angemeldet worden, in Karken 29, sagte Dieder: „Das ist das Ungleichgewicht, das ich nicht haben wollte.“

Durch die Zusammenlegung beider Schulen, könne man gleiche Bedingungen für alle Kinder schaffen, sagte Dieder. „Es geht um die Kinder und die Lernbedingungen. So haben manche Kinder einen Vorteil und die anderen kommen in sehr volle Klassen“, sagte Dieder.

In der Ratssitzung sagte Dieder zudem, dass die Genehmigung der Bezirksregierung für die Schulschließung weiterhin Bestand habe.

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