Grünes Licht für Neubaugebiete in Haaren

Von: dawin
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Die Obspringener Straße in Haaren befindet sich auf und unter der Teerdecke in einem sehr schlechten Zustand. Am 24. Oktober beginnen die Ausbauarbeiten. Die neuen Kanalrohre werden auch mit Blick auf die Neubaugebiete Haarener Feld West und Ost größer dimensioniert. Foto: dawin

Waldfeucht-Haaren. Haarener Feld West und Haarener Feld Ost, zwei Neubaugebiete, und wie die Bezeichnungen erkennen lassen, stehen sie in räumlicher Verbindung. Allein ein schmales Mittelstück trennt die beiden Areale.

Der Grund: Die Grundstückseigentümer, die sich gegen eine Erschließung gewehrt hatten, wurden bei den neuen Planungen ausgespart. Und so wird nun doch, nach langem Hin und Her und zahlreichen Gesprächen, das Haarener Feld in zwei Teile zerlegt.

Die Bebauungspläne sind rechtskräftig, und nun wurden die konkreten Planungen vom Büro VDH Projektmanagement aus Erkelenz und der Gemeindeverwaltung einem interessierten Publikum bei einer Bürgerversammlung in der Haarener Schulaula vorgestellt.

Im Baugebiet West, das über den Erksweg erschlossen wird, sind 13 Wohneinheiten in Form von Ein- und Doppelhäusern vorgesehen, in Ost, dessen Erschließung über die Haarener Straße erfolgt, sind es 31. Die Planung der beiden Baugebiete ist analog. Die Mischstraßenkörper samt Mittelrinne, also die gemeinsamen Flächen für Fußgänger und Autofahrer, werden aus grauen Pflastersteinen bestehen – der Vorteil, so Planer Arnd Wilms von VDH: „Die Steine sind robuster als eine Asphaltdecke, die immer wieder ausgebessert werden muss.“

Markierte Parkplätze und Blumenbeete soll es nicht geben, da somit mehr Flexibilität beim Parken geschaffen werde. In Ost wird die Regenwasserbeseitigung durch eine „dezentrale Versickerung“ gewährleistet sein, was nichts anders heißt, als dass das Regenwasser vom Grundstückseigentümer am Haus selbst – etwa durch eine Rigole – entsorgt wird; in West wird ein Teil der Häuser über das Kanalnetz das Regenwasser ableiten, da nicht alle Grundstücke aufgrund ihrer Bodenbeschaffenheit für eine Versickerung geeignet sind.

In Anlehnung an die bereits bestehende Beleuchtung am benachbarten Waldweg werden in den neuen Straßen LED-Kegel installiert. Auf entsprechende Nachfrage aus der Zuhörerschaft versicherte Bürgermeister Schrammen, dass die Neubaugebiete „zu 99 Prozent“ an das Glasfasernetz angeschlossen werden: „Die Leerrohre hierfür werden schon mal gelegt.“ Bei Erdgas stehen ebenfalls „alle Zeichen auf Grün“.

Ein Kraftakt auch, aber nicht nur im Zusammenhang mit der Entstehung der Neubaugebiete im Haarener Feld ist die Ertüchtigung und Erneuerung des Kanalnetzes im Bereich Erksweg und Haarener Straße. Da der stark strapazierte Kanal im Erksweg bereits jetzt die große Abwassermenge aus Nachtigallenweg, Waldweg, Erksweg und Amselweg aufnimmt und diese sozusagen ungebremst in den Kanal in der Haarener Straße abführt, soll hier, vor allem mit Blick auf die anzuschließenden Neubaugebiete, eine „deutliche Entspannung“, so Arnd Wilms, geschaffen werden.

Im Erksweg wird ein Stauraumkanal verlegt, und die Abwasser sollen künftig „gedrosselt“ in den Kanal der Haarener Straße münden. Damit soll, so die Hoffnung von Heinz-Josef Schrammen, auch die „Problematik bei Starkregen im Bereich Haarener Straße und Obspringener Straße“ entschärft werden – dorthin nämlich drücken die Wassermassen.

In diesem Zusammenhang wies der Bürgermeister darauf hin, dass die Ausbauarbeiten der Obspringener Straße bis zum Hauptsammler am Kitscher Bach am 24. Oktober beginnen; die veralteten Leitungen sollen durch größer dimensionierte ersetzt werden. Für die Kanalarbeiten im Erksweg werden keine Anliegerbeiträge erhoben, teilte Schrammen mit: „Auch diese Maßnahme gehört mit zum Kanalsanierungskonzept der Gemeinde; hier leistet jeder einzelne Bürger der Gemeinde seinen Obolus.“

Im Herbst nächsten Jahres, so die Einschätzung des Bürgermeisters, können die Häuslebauer mit den Arbeiten im Haarener Feld West und Ost loslegen.

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