Waldfeucht - Grünes Licht für Gebühren und Grabfeld

Grünes Licht für Gebühren und Grabfeld

Von: dawin
Letzte Aktualisierung:
13652210.jpg
Stößt an seine räumlichen Grenzen und soll erweitert werden: der Friedhof in Bocket. Foto: Stefan Klassen

Waldfeucht. Alle Jahre wieder. So hatte sich der Ausschuss für Umweltschutz, Naherholung und Landschaftspflege kurz vor Weihnachten mit der Neukalkulation der Abfallgebühren für 2017 zu befassen. Die Bürger wird es freuen, was Bernd Görtz, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales, verkündete: „Es gibt keine großartigen Veränderungen.“

Für den Restmüll zahlte der Waldfeuchter bislang 54,82 Euro als Grundgebühr mit Müllgefäß, ab Januar nächsten Jahres etwas weniger, nämlich 53,74 Euro; die Grundgebühr ohne Müllgefäß (bei Entsorgungsgemeinschaften) verringert sich von 46,28 auf 45,22 Euro. Dafür wird sich die Gewichtsgebühr um zwei auf 19 Cent erhöhen. Ein wesentlicher Grund für diese Änderung: Mehrkosten infolge gestiegener Entsorgungsgebühren an den Kreis Heinsberg und mehr Restmüll.

Beim Sperrmüll und Grünschnitt bleibt alles beim Alten: Weiterhin sind zwei Abfuhren bis zu jeweils drei Kubikmeter pro Haushalt in der Grundgebühr enthalten; zusätzliche Karten für Sperrmüll (60 Euro) und Grünschnitt (24 Euro) sind im Rathaus erhältlich. Der Ausschuss gab unisono sein Plazet.

Das bisherige Abfallkonzept hat sich nach Angaben von Fachbereichsleiter Görtz bewährt. Da jedoch der Entsorgungsvertrag mit dem aktuellen Entsorgungsunternehmen Ende 2017 ausläuft und für 2018 die Müllabfuhr in der Gemeinde Waldfeucht neu ausgeschrieben wird, ist das Abfallkonzept 2018 Thema in den Ratsgremien. Vor allem, so fordert es neuerdings der Gesetzgeber, soll die Biotonne, das heißt die separate Entsorgung von Biomüll, Berücksichtigung finden.

In der Vergangenheit hatte sich der Rat mehrfach mit der Einführung einer Biotonne beschäftigt – mit dem Ergebnis, dass diese in Waldfeucht wenig Sinn mache. „Viele Haushalte haben die Möglichkeit zur Eigenkompostierung. Die Bürger, die keine Verwertungsmöglichkeit haben, können weiterhin ihren Bioabfall bei einem Recyclinghof in der Gemeinde gegen unmittelbare Bezahlung abgeben“, erklärte Bernd Görtz.

Allerdings sei auch nicht zu verkennen, dass besonders in Neubaugebieten die Grundstücke oft nicht geeignet seien, den Abfall zu kompostieren. „Um diesen Haushalten eine Alternative zur teuren Entsorgung über die Restmülltonne zu ermöglichen, würde sich eine freiwillige Biotonne mit 14-tägiger Abfuhr und Verwiegung des Inhaltes anbieten“, meinte Görtz.

Dieses Prozedere hat nach Angaben der Verwaltung den Vorteil, dass dem Verwertungsgebot des Kreislaufwirtschaftsgesetzes durch ein weiteres Angebot im Bioabfallbereich Rechnung getragen würde und dies den Haushalten zugute käme, die nicht eigenkompostieren können oder wollen. Und auf der anderen Seite würden nicht jene Haushalte mit den Kosten einer Biotonne belastet, die ihren eigenen Komposthaufen haben.

Für die Einführung einer freiwilligen Biotonne seien rund 750 Gefäße erforderlich, damit sich die Abfuhr für das Unternehmen lohne, hieß es im Ausschuss. Zeitgleich mit dem amtlichen Hebezettel soll das Interesse der Bürger an der Biotonne abgefragt werden. Der Ausschuss war einstimmig dieser Meinung.

Der Friedhof von Bocket stößt an seine räumlichen Grenzen. Der Ausschuss votierte für eine Erweiterung. Aufgrund der Tatsache, dass etwa zu 90 Prozent nur noch Wiesengräber nachgefragt werden, müssen neue Felder angelegt werden. Für eine Erweiterung komme die Fläche hinter dem neugestalteten Wiesengrabfeld in Frage, erläuterte Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen.

Diese Fläche ist derzeit mit Bäumen und Sträuchern bewachsen, die zum Teil entfernt werden sollen. Auf einer Seite sollen Wiesenwahlgräber entstehen, auf der anderen sind acht „normale“ Doppelwahlgräber geplant. Die Erweiterungsfläche, so Schrammen, sei absichtlich nicht sehr groß gewählt, da im Moment davon auszugehen sei, dass bis 2020 beziehungsweise 2022 die nächsten Reihengrabfelder abgelaufen seien und eine große Freifläche zur Verfügung stehe.

Auch hier stimmte der Ausschuss zu.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert