Grünes Licht: Erweiterung im Haarener Gewerbegebiet „Entenpfuhl“

Von: dawin
Letzte Aktualisierung:
7492422.jpg
Das Haarener Gewerbegebiet „Entenpfuhl“ wächst - die Bezirksregierung hat grünes Licht für die Änderung des Flächennutzungsplan gegeben.

Waldfeucht-Haaren. Das Haarener Gewerbegebiet „Entenpfuhl“ expandiert. Die Kölner Bezirksregierung gab grünes Licht für die Änderung des Flächennutzungsplanes: einer Erweiterung des Areals, bereits im Gemeinderat beschlossen, steht damit nichts mehr Weg.

Neben dem bereits bestehenden 14 Hektar großen Gewerbegebiet werden in südwestlicher Richtung bis zur EK 5 weitere 9,4 Hektar erschlossen. „20 bis 30 kleine und mittlere Betriebe sollen sich dort ansiedeln können“, sagt Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen. Die Planungen haben bereits im Jahr 2010 begonnen. Wichtig war, vor allem die Anrainer der Straße „Am Haas“ mit einzubeziehen.

„2011/12 haben wir im Vorfeld Gespräche geführt und die Grundstückseigentümer in den Entscheidungsprozess eingebunden“, erklärt Schrammen. Das neue Gewerbegebiet wird einen grünen Wall erhalten, der in einer Tiefe von 15 bis stellenweise 50 Metern die Wohnbebauung vor eventuellen Lärmbelästigungen schützt. „Die Begrünung ist zugleich auch Teil des landschaftspflegerischen Begleitplans, der uns zur Schaffung von Ausgleichsflächen verpflichtet“, so der Bürgermeister.

„Das Gewerbegebiet Bocket und der alte Teil des Entenpfuhls sind komplett bis zur letzten Parzelle vergeben. Deshalb war eine Expansion des Entenpfuhls unumgänglich. Die verkehrsgünstige Anbindung durch die neue EK 5 macht das Gewerbegebiet in der Haarener Feldgemarkung äußerst attraktiv. Entsprechend hoch ist auch die Nachfrage von Betrieben aus und außerhalb der Gemeinde Waldfeucht.“

Im Erweiterungsteil soll für Gewerbe und Handwerk „eine Heimat“ geschaffen werden. „Viele heimische Unternehmen wollen sich dort niederlassen, weil sie sich aus Emissions- und Immissionsgründen oder auch aus Platzmangel räumlich verändern müssen. Auch ortsfremde Ansiedlungswillige zeigen großes Interesse.“ Im neuen Gewerbegebiet sind kein Einzelhandel und keine Wohnbebauung, etwa für Betriebsleiterwohnungen, zugelassen.

Auch industrielle Produktion, wie nebenan im alten Entenpfuhl in der Eisfabrik, wird es im Erweiterungsteil nicht geben. Apropos Eisfabrik: Das Werk hat noch genügend Fläche und damit genügend Entwicklungsperspektiven, konstatiert Schrammen. „Im Moment sind mir aber keine konkreten Pläne bekannt.“

Ehe die Bagger anrollen, um die baulichen Fakten für die Erweiterung zu schaffen, gibt es noch einige formale Voraussetzungen abzuhandeln. Ein Drittel der Grundstücke sind bislang im Eigentum der Gemeinde Waldfeucht. Insgesamt will die Gemeinde die Hälfte der Planungsfläche, der insgesamt 9,4 Hektar, erwerben. Derzeit laufen die Gespräche mit den Eigentümern.

„Die andere Hälfte soll im Privateigentum der Anwohner oder Landwirte bleiben. Sie können über ihre Grundstücke im Gewerbebereich selber bestimmen. Sie werden an einem fairen Umlegungsverfahren, das in diesem Jahr eingeleitet wird, und an den Erschließungskosten beteiligt“, erläutert Schrammen. Diese bürgerschaftliche Beteiligung erhöhe die Akzeptanz für solche Planungsverfahren, meint Schrammen. Und die Gemeinde könne damit obendrein Geld sparen.

In 2015 soll mit dem Ausbau des Gewerbegebietes begonnen werden. Spätestens 2016 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die Gewerbetreibenden einziehen können. Dann, so Schrammen, dürfte die Gemeinde auf Jahre hinaus mit Gewerbeflächen versorgt sein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert