Erkelenz - Großes Chorprojekt an St. Lambertus Erkelenz

Großes Chorprojekt an St. Lambertus Erkelenz

Letzte Aktualisierung:

Erkelenz. Nach den erfolgreichen Aufführungen des Oratoriums „Der Messias“ von G.F. Händel in der Bearbeitung von W.A. Mozart und der Nicolaimesse von Joseph Haydn an Weihnachten beginnt der Projekt- und Kirchenchor an St. Lambertus Erkelenz mit einem neuen großen Chorprojekt, bei dem jetzt wieder die Möglichkeit zum Mitwirken besteht.

Geprobt werden die „Messa di Gloria“ von Giacomo Puccini (1858-1924) und das „Te Deum“ von Georges Bizet (1838-1875). Diese in Erkelenz erstmals zu hörende Werke werden am Sonntag, 17. September, um 17 Uhr im Festkonzert zum 125. Chorjubiläum des Kirchenchores zusammen mit namhaften Solisten und der Philharmonie Düsseldorf in St. Lambertus erklingen.

Erst 1952 wieder aufgeführt

Giacomo Puccini ist heutzutage fast ausschließlich als Opernkomponist bekannt. Seine kirchenmusikalische Vergangenheit kennt kaum jemand, denn er wuchs in einer Familientradition von Domorganisten und Städtischen Musikdirektoren in Lucca auf und erhielt von Jugend an eine kirchenmusikalische Ausbildung, deren Ertrag die „Messa di Gloria“ ist, die der 22-jährige Puccini als Abschlussarbeit 1880 für das Konservatorium in Lucca schrieb. Es ist quasi sein Gesellenstück und gleichzeitig sein umfangreichstes Kirchenmusikwerk geworden. Obwohl die Aufführung am 18. Juli desselben Jahres Puccini allgemeine Anerkennung brachte, wurde das Werk erst 1952 wieder aufgeführt.

Georges Bizet komponierte sein „Te Deum“ 1858 im Alter von knapp 20 Jahren als Stipendiat während eines Romaufenthaltes für einen Kompositionswettbewerb. Er wollte damit den Prix Rodrigues gewinnen. Leider bekam ein anderer die Auszeichnung, und somit war dem Werk keine Aufführung beschieden, so dass das „Te Deum“ erst 1970 uraufgeführt wurde und neben einem „Ave Maria“ das einzige geistliche Werk des Komponisten geblieben ist.

Deutlich spürbar ist der Einfluss der italienischen Kirchenmusik jener Zeit, die Elemente der Opernmusik verwendete und somit eine Verbindung zur „Messa di Gloria“ von Puccini darstellt. Beide Werke zeichnen sich durch opernhafte Chöre, arienhafte Gesangspartien der Solisten und ein großes und farbenreich eingesetztes Orchester aus.

Zusätzlich wird die „Missa solemnis“ C-Dur KV 337 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) – Aufführung ist am Ostersonntag – einstudiert. Neben diesen Projekten bieten die Organisatoren zusätzlich die Möglichkeit zu qualifizierter Stimmbildung beim choreigenen Stimmbildner, dem Bassbariton und Kirchenmusiker Manfred Bühl.

Die Einladung ist für alle diejenigen gedacht, die Freude am Singen haben und bei den Aufführungen mitwirken möchten.

Die Proben des Projektchors finden immer freitags ab dem 13. Januar um 19.30 Uhr in der Krypta der Pfarrkirche St. Lambertus statt. Die Leitung hat Kantor Stefan Emanuel Knauer.

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