Erkelenz-Immerath (neu) - „Großer Tag“: Neue Kapelle in Immerath (neu) geweiht

„Großer Tag“: Neue Kapelle in Immerath (neu) geweiht

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Beim Entzünden der Osterkerze in der neuen Kapelle: Der Aachener Weihbischof Karl Borsch hatte den Erkelenzer Pfarrer Werner Rombach an seiner Seite.
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Die Außenansicht: So sieht die neue Kapelle im Erkelenzer Stadtteil Immerath (neu) aus.

Erkelenz-Immerath (neu). „Dies ist ein großer Tag für die Kapellengemeinde“, sagte Marlies Bereit mit bewegter Stimme. Mit der Palmweihe wurden am Samstag auch die neue Kapelle und das neue Begegnungszentrum im Erkelenzer Stadtteil Immerath (neu) unter großer Anteilnahme der Bevölkerung geweiht.

Aus Aachen war Weihbischof Karl Borsch zu dieser Zeremonie in dem Umsiedlungsort entsandt worden. Im Kaisersaal sammelten sich die Teilnehmer zu einer kurzen Prozession hinüber ins neue Begegnungszentrum. Viele waren gekommen – auch Vertreter der Vereine, der Politik und des Unternehmens RWE. Bei der Weihe wollten die Immerather weitgehend unter sich sein. Der eigentliche Kapellenraum war ihnen und einigen wenigen Ehrengästen vorbehalten. Die anderen Gäste konnten die Feier aber auf einer Großleinwand im geräumigen Versammlungsraum verfolgen.

Im Namen der Kapellengemeinde St. Lambertus Immerath begrüßte die Vorsitzende des Kapellenvorstandes, Marlies Bereit, die Gäste und erinnerte an den Weg, den die Immerather bislang zurückgelegt haben. Nunmehr sei ein wichtiger und zugleich schwerer Schritt vollbracht. Begonnen hatte er am 13. Oktober 2013 mit der Entwidmung der alten Lambertuskirche in Immerath. Die letzte Palmweihe hatte noch im Rohbau des Gemeindehauses in Immerath (neu) stattgefunden, nun konnte das neue Gotteshaus termingerecht geweiht werden.

Bereit erinnerte an den verstorbenen Pfarrer Franz-Josef Semrau, der die Anfangsphase und die Planung dieses Projekts noch begleitet hatte. Dessen Geschäfte hatte Pfarrer Werner Rombach übernommen. Dieser beschrieb die Zusammenarbeit mit den Immerathern als harmonisches und kreatives Miteinander. „Ich konnte immer gerne Ja sagen“, betonte er. Weihbischof Karl Borsch sagte, er erinnere sich an seinen ersten Besuch in Immerath (neu) vor einigen Jahren. „Es gab eine Straße und viel freies Feld.“

Dass die Prozession vom Kaisersaal, wo die Palmweihe stattfand, zur Kapelle vergleichsweise kurz ausfiel, war angesichts des Regens sicher nicht schlimm. Vor den verschlossenen Türen des Begegnungszentrums wurde Borsch symbolisch der Schlüssel überreicht. Mit dem Bischofsstab klopfte er dreimal an. Nachdem ihm Einlass gewährt wurdem, betrat er als Erster aus der Prozession die neue Kapelle, die sicherlich im Vergleich mit der alten Kirche klein ausfällt, aber mit ihrer Helligkeit, einer modernen innenarchitektonischen und künstlerischen Gestaltung sowie einer beeindruckenden Einbindung von Erinnerungen an die alte Kirche in ihren Bann zieht. Was entstanden sei, könne sich „sehen lassen“ sagte der Weihbischof in seiner Predigt.

Mit der Bereitschaft aufzubrechen, entscheide sich die Zukunft der Kirche, betonte er. „Wir als Kirche müssen uns auf die Socken machen“, lautete sein Appell.In der folgenden Zeremonie wurden das Wasser, der Ambo (das Rednerpult), der von Künstler Karl-Heinz Laufs gestaltete Altar und das Tabernakel geweiht und das ewige Licht entzündet. Auf dem Altar verbrannte Borsch Weihrauch, um den gesamten Raum zu weihen.

Nach der Feier folgte ein Empfang – und jeder Gast hatte die Gelegenheit zur persönlichen Erkundung des Gebäudes.

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