Heinsberg - Große Spendenbereitschaft nach Aufruf in sozialen Medien

Große Spendenbereitschaft nach Aufruf in sozialen Medien

Letzte Aktualisierung:
15886766.jpg
Im Nikolauskostüm konnte Ronnie Jansen, der Freunde und Bekannte aufgefordert hatte, Spielzeug und andere nützliche Dinge zu spenden, beim Nikolausbasar des Kristallisationspunktes gegen Armut durch Integration viele Päckchen übergeben. Foto: DRK

Heinsberg. Ronnie Jansen hat sein Versprechen wahr gemacht. Nach seiner Sammel- und Verschenkaktion an Kinder zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) im vergangenen Jahr startete er vor kurzem erneut den Aufruf in den sozialen Medien, Bücher, Spielsachen und mehr zu spenden. Insgesamt sind dadurch fünf Wagenladungen zusammengekommen. Die Spendenbereitschaft war groß.

Der zum ersten Mal von den Mitarbeitern des „Kristallisationspunktes gegen Armut durch Integration“ (KAI) veranstaltete Nikolausbasar bot ihm die optimale Gelegenheit, die Geschenke im Nikolausgewand an die jungen Erdenbürger zu verteilen.

Darüber hinaus herrschte den ganzen Tag über reges Treiben in den Räumen des KAI. So hatte das Kleidergeschäft „Anziehungspunkt“, das gut erhaltene Sachen für kleines Geld anbietet, geöffnet. Entsprechend der Nachfrage bieten die Verkäufer derzeit vor allem Kleidung für Kinder, Damen und Herren inklusive winterlicher Mäntel und Jacken an. Handtaschen, Rucksäcke, Lederkleidung, Vorhänge, Bett- und Tischwäsche und Spielsachen gibt es ebenso.

Kleine Größen für Männer gesucht

Und alles wird vom Team auch gerne als Spende entgegengenommen – bei den Männern sind vor allem kleinere Größen gefragt.

Dekorations- und Haushaltswaren wurden beim vorweihnachtlichen Basar ebenso ausgelegt. Sorgsam und einfallsreich hergestellte Strick- und Bastelwaren, selbstgenähte Taschen, Schürzen, Babydecken, Kissen, Kinderkleidung und vieles mehr boten die Handarbeiter des „Kreativateliers“ an. Teils aus gespendeter Kleidung hatten die Näherinnen um Margit Gimpel, Marieluise Schulze und Conny Hüllhoven mit einer professionellen Näherin aus dem Irak und weiteren versierten Frauen die nützlichen oder dekorativen Dinge kreiert.

Die Frauen waren bereits so fleißig, dass sie seit dem vergangenem Jahr auf einzelnen Märkten ausstellen – das nächste Mal auf dem Heinsberger Industriefest im Frühling. Gerne nähen sie zudem Kleidung um oder bessern schadhafte Stellen aus.

Ursprünglich gegründet hatte sich die Nährunde, um Flüchtlingsfrauen ein Angebot außerhalb ihrer vier Wände machen zu können. Wie alle anderen Angebote im Haus steht das „Kreativatelier“ aber ebenso Interessierten aller Nationalitäten offen. Zukünftig soll auch ein Nähkurs angeboten werden.

Kinderbücher sind begehrt

Überwältigt vom Besucherandrang, war KAI-Leiterin Gülsen Litherland sehr zufrieden. Der Erlös des Basars komme zu Teilen einem kranken Syrer, der seine Frau und drei Kinder aus einem Flüchtlingslager im Irak nachholen möchte, zugute.

Für eine Patchwork-Schulung für die Näherinnen des Kreativateliers sowie Alphabetisierungs- und Deutschkurse werden laut Litherland derzeit Dozenten beziehungsweise Ehrenamtler gesucht. Außerdem sind Kinder- und Lehrbücher im Büchertauschregal sehr gefragt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert