Grillen bei Comedian Christian Pape: 2000 Gäste und Nena

Von: Anna Petra Thomas
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In nur 35 Minuten waren die 2000 Eintrittskarten zu „Pape grillt“ im letzten Dezember ausverkauft gewesen. Foto: anna
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Nena war der Star des Abends. Sie hatte Technik und Programm von ihrer aktuellen Oldschool-Tour dabei, mit der sie auch in Beeck Jung wie Alt rundum begeisterte. Foto: anna
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Die Gäste, die Christian Pape alle persönlich begrüßte, ... Foto: anna
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... kamen bei dem bunten musikalischen Spektakel ... Foto: anna
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... mit zünftigen Gaumenfreuden voll auf ihre Kosten. Foto: anna

Wegberg-Beeck. Nicht vielen Künstlern gelingt es, Kultstatus in ganz kurzer Zeit zu entwickeln. Comedian Christian Pape hat genau das geschafft - nicht irgendwo, sondern in seinem privaten Garten an Haus Beeck. Nach drei Jahren purer Kölsch-Kultur mit den Bläck Fööss, den Höhnern und Kasalla oder, wie im vergangenen Jahr, mit Brings und den Räubern bei „Pape grillt“, setzte er dieses Mal noch einen drauf.

Er erfüllte sich einen ganz persönlichen Wunsch: Nena im Konzert auf seinem eigenen, heimischen Rasen. Ja, sie kam tatsächlich und es wurde wie versprochen in vielerlei Hinsicht wieder einmal ein Open-Air der ganz besonderen Art.

Begonnen hatte es eigentlich schon im Dezember vergangenen Jahres, als die 2000 Eintrittskarten in 35 Minuten ausverkauft waren. Fast zwei Wochen vor dem Konzert hatten Pape und Freunde dann mit dem Aufbau begonnen für die Atmosphäre von „Pape grillt“ unter dem Motto „Gute Laune. Gute Leute. Gute Lieder.“ Wobei das „gute Wetter“ in der Reihe fehlte.

Und der strömende Regen am Samstagmorgen das ganze Projekt fast hätte platzen lassen. „Ich zitter jetzt noch!“, gestand Pape seinem Publikum auf der Bühne, nachdem er jeden Gast wie immer unter dem Torbogen von Haus Beeck persönlich begrüßt hatte. „Schön, dasse hier bis und schön, dasse die Sonne mitbrings“, hatte es da tausendfach aus seinem Munde geklungen.

Zur Einstimmung lieferte der Hausherr noch in strahlendem Sonnenschein ein paar technische Daten zum diesjährigen Projekt: „Die Messe fällt aus, denn vor der Kirche steht ein Stromaggregat“, scherzte er. Fürs Licht seien 4,2 Kilometer Kabel verlegt worden, zwei weitere für Strom. 140 Menschen seien für das Wohl der Gäste im Einsatz, 4000 Rollen Toilettenpapier vor Ort. „Für jeden wat dabei, et läuft“, scherzte er. Nena habe ihren 40-Tonner auf dem Lehrerparkplatz vor der Grundschule geparkt. Der Hausmeister versuche gerade mit seinem Kadett und einem Springseil, ihn dort wegzuziehen, schmunzelte er, ehe er als einen sympathischen Kollegen Björn Heuser aus Köln vorstellte.

Der ist eigentlich schon alleine ein guter kölscher Liedermacher, hatte jedoch für den Auftritt auf Papes Gartenparty sogar eine eigene kleine Band zusammengestellt. Den Mitsing-Weltrekord, den er hält, konnte er in Beeck zwar nicht toppen, aber auch hier sangen alle toll mit. Viele brauchten die Liederheftchen gar nicht, die sie beim Einlass erhalten hatten. Beim Lied über den Stammbaum von den Bläck Fööss fügte Heuser ganz spontan eine neue Zeile ein: „Minsche us alle Länder ston beim Pape hück an de Thek“, hieß es da.

Neben den bekannten Ohrwürmern hatte er aber auch ganz eigene Lieder von seiner neuen CD dabei, wie „Zick es Jlöck“ zum Beispiel. Das Publikum war begeistert, und wartete dann gespannt und gebannt mit Blick zur Bühne auf den eigentlichen Star des Abends.

Die Zeit dorthin vertrieb nochmal Pape, der vom echten Grillen erzählte mit dem Holz, das erst noch „gejagt“ werden muss und der in seiner ihm eigenen Art ein Gedicht auf all die Sponsoren von „Pape grillt“ vortrug: Wer ihn habe „so nett unterstützt, der wird verbal jebützt“, betonte er. Auch er habe einen Starschnitt von Nena überm Bett gehabt, verriet er und leitete so echt stolz „mit Ganzkörper-Gänsehaut“ über zum Star des Abends.

Der machte es spannend. Viele Kleinigkeiten von der Trinkflasche bis zum Handtuch wurden auf der Bühne verteilt. Die Musiker waren schon da, die Sänger im Hintergrund mit Nena-Tochter auch, und dann wäre ohne den gebannten Blick zur Bühne der Moment fast vorbei gewesen, so schnell sprang Nena selbst von der Seite bis an die Bühnenkante, mittenrein ins Geschehen. Sie hatte Technik und Programm von ihrer aktuellen Oldschool-Tour dabei, mit der sie auch in Beeck Jung wie Alt rundum begeisterte.

Nena rockte in einer spektakulären Lichtshow an der E-Gitarre, wechselte aber auch immer wieder zu ruhigeren Balladen wie der mit starker Stimme vom weißen Schiff „für alle, die schon im Himmel sind“. Genau 22.33 Uhr war es dann, als sie von ihren 99 Luftballons sang und ein paar farbige, riesige Ballons von Händen aus dem Publikum immer wieder in die Höhe geschubst wurden.

Aber auch er war plötzlich wieder da, der Regen, der wie aus Eimern schüttete und leider nicht bis zum Ende des Konzerts hatte warten können. Der Begeisterung des Publikums konnte er da jedoch schon nichts mehr anhaben.

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