Graf-Gerhard-Straße: Umbau soll im Frühjahr beginnen

Von: Daniel Gerhards
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Mehr Raum für Gastronomie, Fußgänger und Radfahrer: Nach dem Umbau soll die Graf-Gerhard-Straße zum Aushängeschild der Wassenberger Innenstadt werden. Foto: Daniel Gerhards

Wassenberg. Der Umbau der Graf-Gerhard-Straße in Wassenberg rückt näher. Die Straße zu beruhigen, offener und freundlicher zu gestalten, soll ein Meilenstein für die Innenstadtentwicklung werden.

Nachdem klar geworden war, dass die B221n als Ortsumgehung für Wassenberg gebaut werden würde, eröffnete das die Perspektive, die Innenstadt von einem großen Teil des Durchgangsverkehrs zu entlasten und das Bild des Ortskerns schöner zu gestalten. Bislang verläuft die Bundesstraße mitten durch den Wassenberger Stadtkern.

Nun stellte Wolfgang Mesenholl von der Aachener Planungsgruppe MWM die Pläne im städtischen Bauausschuss vor. Dabei ging es in erster Linie um den rund 300 Meter langen Abschnitt von der Ecke Kirchstraße bis zur Kreuzung mit der Parkstraße beziehungsweise dem Patersgraben.

„Um die Graf-Gerhard-Straße herum ist schon vieles angegangen worden. Da hat sich das Stadtbild bereits maßgeblich zum Positiven gewandelt. Das Herzstück, die Graf-Gerhard-Straße, wollen wir im Jahr 2017 angehen“, sagte Mesenholl.

Konkret geht Mesenholl von einem Baubeginn im Frühjahr – vielleicht im April – aus. Dann müssten erst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden, die Graf-Gerhard-Straße sperren zu können. Weil Kanal und Straße in einem Aufwasch erneuert würden, sei eine Vollsperrung der Straße notwendig.

Wenn alles gut laufe, könnten die Arbeiten Ende des Jahres 2017, ansonsten im Frühjahr 2018 abgeschlossen sein. Das hänge zum einen vom Wetter, aber auch von der Ausschreibung beziehungsweise den Angeboten der Baufirmen ab, sagte Mesenholl.

Damit kann ein wichtiges Ziel der Verwaltungsspitze um Bürgermeister Manfred Winkens (CDU) erreicht werden. Sie hatte bewirkt, dass der Umbau der Graf-Gerhard-Straße zeitgleich zum Bau der Umgehungsstraße B221 n erfolgen darf. Der Hintergrund: Wenn die Umgehungsstraße fertig ist und die Graf-Gerhard-Straße erst dann voll gesperrt würde, würde aller Verkehr an der Stadt vorbeifließen. Das wäre ein großes Problem für den Handel gewesen.

Während der Bauphase müsse der Verkehr nun umgeleitet werden, sagte Mesenholl: In erster Linie über die Parkstraße und die Pontorsonallee. Busse und Autos, die von Süden durch Wassenberg fahren, würden während der Bauphase über die Parkstraße und die Pontorsonallee zur Kirchstraße und dann weiter in Richtung Busbahnhof (ZOB) fahren. Später würden sie über die fertige Graf-Gerhard-Straße fahren, wo auch eine neue Bushaltestelle eingerichtet werde, die einen „zentrumsnahen Ausstieg“ möglich machen soll, sagte Mesenholl.

In der Gegenrichtung sollen die Busse vom ZOB über Burgstraße und Küstergässchen auf die Kirchstraße fahren. Und dann ebenfalls über Potonsonallee und Parkstraße geleitet werden. Diese Busroute soll dauerhaft bestehen bleiben, weil die Graf-Gerhard-Straße zur Einbahnstraße werde. Die aus Norden kommenden Lkw würden über die Burgstraße, die Roermonder Straße und die Rurtalstraße zur L117 geleitet.

Hermann Thissen (SPD) forderte, dass die Anwohner von Pontorsonallee und Parkstraße wegen der wohl starken Verkehrsbelastung im Vorfeld „informiert und sensibilisiert“ werden sollten. Diesem Vorschlag wolle die Verwaltung nachkommen. Allerdings handele es sich um Haupterschließungsstraßen, die solche Verkehrsmengen aufnehmen können müssten, sagte Kämmerer Willibert Darius.

Die neue, 3,50 Meter breite Fahrbahn der Graf-Gerhard-Straße solle aus einem „bituminösen Material“ gebaut werden. Gehwege und andere Flächen könnten in Klinkeroptik und mit Natursteinpflaster gestaltet werden. Insgesamt orientiere sich der Bodenbelag an der Optik des Gassensystems, sagte Mesenholl. Die Gehwege sollen etwa zwei Zentimeter höher liegen als die Straße. Eine solche Kante sei für Blinde und Rollstuhlfahrer geeignet.

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