Glückwünsche für das „Knopfloch“, auch ohne Preis

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Ehrenamtliches Engagement mit Urkunde gewürdigt: Hermann-Josef Ronkartz, Leiter der Abteilung Gefährdeten- und Behindertenhilfe des Caritasverbands (hinten links), und Gottfried Küppers, Geschäftsführer des Caritasverbands (hinten r.), würdigten den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Erkelenz. Eine ganz besondere Urkunde ziert nun die Verkaufsräume des „Knopflochs“ in Erkelenz. Denn der vom Caritasverband für die Region Heinsberg getragene Second-Hand-Laden der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch-kranke Menschen (KBS) hat sich um den „Teresa-Bock-Preis“ der Caritas-Gemeinschaftsstiftung beworben.

Besonders stolz sind die 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter darauf, dass die Bewerbung von einer Kollegin aus ihrem Kreis eingereicht wurde. Dieses Engagement wurde nun in einem feierlichen Rahmen gewürdigt. Hermann-Josef Ronkartz, Leiter der Abteilung Gefährdeten- und Behindertenhilfe des Caritasverbandes, lud deshalb alle ehrenamtlichen Mitarbeiter zu einer kleinen Feierstunde ins Knopfloch ein.

„Wir feiern heute hier, weil dem Knopfloch eine Urkunde verliehen wurde“, sagte Ronkartz. „Diese Urkunde sowie die Anwesenheit des Geschäftsführers Gottfried Küppers ist als Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit für das Knopfloch anzusehen.“

2006 sei der Second-Hand-Laden als ein Experiment gestartet und heute weit über die Grenzen der Stadt Erkelenz bekannt. Es handele sich um eine einmalige Sache im Bistum Aachen, so Ronkartz. Er erklärte, dass dieses Jahr zum ersten Mal der Preis der Caritas-Gemeinschaftsstiftung unter 54 sozialen Projekten im Bistum ausgelobt wurde.

Dass das Knopfloch zu den Bewerbern zählte und eine ehrenamtliche Mitarbeiterin es sich zur Aufgabe gemacht habe, die Formulare auszufüllen und eine Begründung zu schreiben, warum das Knopfloch preisverdächtig ist, habe er erst im Nachhinein erfahren, sagte Hermann-Josef Ronkartz. Ihr gebühre deshalb viel Dank, aber auch allen Mitarbeitern, die dafür Sorge tragen, dass das Knopfloch eine solche Erfolgsgeschichte sei.

Eine Erfolgsgeschichte

Leider gehörten die Ehrenamtlichen des Knopflochs nicht zu den vier Finalisten. Aber bei der Preisverleihung in Aachen, bei der Hermann-Josef Ronkartz, Gottfried Küppers und die ehrenamtliche Mitarbeiterin vor Ort waren, erhielten sie eine Urkunde als Auszeichnung.

Sie habe gerne die Aufgabe der Bewerbung übernommen, als sie vom Stiftungspreis der Caritas-Gemeinschaftsstiftung erfahren habe, sagte die ehrenamtliche Mitarbeiterin. Nachdem sie die Unterlagen von Brigitte Hoevel-Haberland, Koordinatorin der KBS, erhalten habe, habe sie kurz zusammengefasst, worum es im Knopfloch gehe und was die Tätigkeiten des Knopflochs seien.

Das Besondere am „Knopfloch“ ist, dass alle Mitarbeiter Besucher der Kontaktstelle sind und ehrenamtlich hier arbeiten. Das Team umfasst 30 Mitarbeiter.

Ziel des Projekts ist es, dass die Mitarbeiter eine sinnvolle Tätigkeit ausüben, die Spaß macht, das Selbstbewusstsein stärkt und eigene Fähigkeiten fördert. Die Arbeit im Knopfloch gibt den ehrenamtlichen Mitarbeitern eine Tagesstruktur. Während der Arbeitszeit stehen sie in Kontakt zu Menschen und sind ein lebendiger Teil der Gemeinde.

Gleichzeitig erhalten Kunden an fünf Tagen in der Woche gute Ware zu günstigen Preisen. Das Geschäft ist professionell eingerichtet und verfügt mittlerweile über einen großen Stammkundenkreis. Kunden haben ebenfalls die Möglichkeit, gebrauchte Kleider zu spenden.

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