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Glossiert: Krümmungswinkel statt DNA-Abgleich

Ein Kommentar von Daniel Gerhards

Grausam, was da in Selfkant-Schalbruch passiert ist. Diese Unordnung auf dem Schreibtisch. Dabei sollte er doch das, was zusammengehört, zusammenhalten: der Tacker. Jetzt ist er weg. Einbrecher haben zugeschlagen – skrupellos, ohne Rücksicht auf die Gefühle der Opfer.

Die Diebe haben das praktische Bürogerät am Montag oder Dienstag aus einem Haus in Schalbruch gestohlen. Das meldete die Heinsberger Polizei. Das Bargeld, das die Diebe ebenfalls mitnahmen, lässt sich ersetzen, die durchwühlte Wohnung wieder aufräumen, der Einbruchschaden reparieren. Aber der Tacker?! Ist den Ganoven denn nichts mehr heilig?

Die ersten Schritte der noch zu bildenden Sonderermittlungskommission „Bürobedarf“ der Kreispolizeibehörde sollten jedenfalls klar sein: Die Spurensicherung muss ein genaues Profil des Krümmungswinkels der Tackerklammer errechnen. So kommt man den fiesen Langfingern auf die Schliche. Das ist besser als jeder DNA-Abgleich.

Solange die Ermittler noch im Altpapier wühlen oder die Container der Schrotthändler in der Region nach Metallklammern durchstöbern, gilt der Appell: Melden Sie sich bei den Ermittlern, wenn Sie es tackern hören. Sie wissen schon, das rhythmische, metallische Geräusch, das beim Zusammenheften mittels Tackerklammer unweigerlich entsteht. Die Polizei freut sich über Hinweise.

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