Heinsberg - Gitarrenfestival: Ein Auftakt nach Maß mit Klassik und E-Gitarre

Gitarrenfestival: Ein Auftakt nach Maß mit Klassik und E-Gitarre

Von: Anna Petra Thomas
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„Macher“, Musiker und Juroren waren begeistert vom Auftakt des Festivals: Alexei Belousov, Tomasz Zawierucha, Theo Krings, Carsten Linck, Roman Viazovskiy, Stepan Bormann und Thomas Fellow (v.l.). Foto: anna

Heinsberg. Ganz klassisch oder mit Unterstützung aus der Steckdose, fein gezupfte, leise Einzeltöne und laute, massige Akkorde: Schon mit seinem ersten Konzertabend gab das diesjährige Heinsberger Gitarrenfestival seinen Besuchern einen Einblick in die Bandbreite dieses Instruments.

War da zuerst ganz klassisch Tomasz Zawierucha, Professor für Gitarre an der Folkwang-Universität in Essen, und nach der Pause, aus Dresden angereist, das Duo „Hands on Strings“, oder besser beschrieben, eine voluminöse Gitarrenband mit nur vier Händen auf ganz verschiedenen Gitarren.

Die Teilnehmer des Wettbewerbs ermitteln im Finale am Samstag ihren Sieger. 41 der 50 eingeladenen Teilnehmer aus 25 Nationen sind in Heinsberg und stellen sich noch bis Freitagabend dem Votum der Juroren, die ebenfalls aus der ganzen Welt nach Heinsberg gekommen sind.

Bürgermeister Wolfgang Dieder lobte bei der Eröffnung am Dienstagabend die beiden „Macher“ des Festivals, Theo Krings als Direktor und den künstlerischen Leiter Roman Viazovskiy. Er dankte auch den Gasteltern, bei denen die jungen Musiker während des Wettbewerbs wohnen. „Sie tragen dem Gedanken der Völkerverständigung in großem Maße Rechnung. Das kann man gar nicht hoch genug bewerten“, sagte er.

Im ersten Teil des Konzertabends spielte Zawierucha die Ciaconna in D-Moll von Johann Sebastian Bach und sicherte sich dafür lang anhalten Beifall. Danach wechselte er zu spanischen Komponisten, zuerst mit Minueto, Villanesca und La Maja de Goya zu Enrice Granados und dann zu Joaquin Rodrigo. Mit Invocación y Danza und Homenaja a Manuel de Fall verdeutlichte er die Vielfalt, die das Spiel der klassischen Gitarre bietet. Klar, dass das Publikum da eine Zugabe einforderte.

Thomas Fellow und Stephan Bormann waren schon vor dem Start in ihren Konzertbeitrag begeistert von der Atmosphäre des Festivals. „Wir sind sehr happy, dass wir bei den großen Ohren dabei sein dürfen“, spielten sie an auf Plakat und Programmheft des Festivals, das unter dem Motto „Ganz Ohr“ ein großes weißes Ohr zeigt.

Im Stil sanfter Balladen oder auch in einem harten Gegen- oder Miteinander an zwei Gitarren, klassisch mit elektrischer Unterstützung oder wie Stephan Bormann gleich in „E“, produzierten „Hands on Strings“ ihren ganz eigenen Sound. Der Abend zog sich mit mehreren Zugaben über ganze drei Stunden, von denen aber keiner eine Sekunde missen wollte.

Am Freitag steht um 20 Uhr das letzte Meisterkonzert mit dem Duo Melis und der Gerardo Nunez Group auf dem Programm. Bereits um 9.30 Uhr beginnt die zweite Runde im Wettbewerb, ebenfalls in der Stadthalle (Eintritt frei). Frei ist auch der Zugang zur Ausstellung im Obergeschoss. Sie ist Freitag und Samstag noch von 11 bis 18.45 Uhr geöffnet. Morgen steht um 15 Uhr das Vergleichsspiel der Meistergitarren auf dem Programm (Eintritt frei) und ab 19 Uhr das Wettbewerbsfinale mit maximal fünf Teilnehmern im Rahmen eines Konzerts.

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