GGS Kastanienschule: 90 großartige Artisten in der Manege

Von: Monika Baltes
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Starke Vorstellung: Die Kinder der Kastanienschule zeigen, was sie in ihrer Zirkusprojektwoche so alles gelernt haben. Foto: Monika Baltes

Wegberg-Rath-Anhoven. Michel und Janis sind ein bisschen aufgeregt, „weil so viele Leute da sind.“ Die beiden Jungs werden bei den Trampolin-Springern mitmachen. Dilara ist auch aufgeregt, „aber nur, weil ich mich so auf die Vorstellung freue.“ Sie wird gleich ein Clown-Kostüm überstreifen. Als Abschluss einer aufregenden Zirkus-Projektwoche stehen nämlich zwei Vorstellungen in der Turnhalle der Kastanienschule GGS Rath-Anhoven an. Manege frei für den „Kastanienzirkus!“

Rund 90 Kinder besuchten die GGS Kastanienschule, sagte die kommissarische Schulleiterin Ruth Jansen. Das Publikum stellte aber mit Erstaunen fest, dass es nicht 90 Kinder sind, sondern wohl eher 90 großartige Artisten seien: Prächtige Zirkusdirektoren, die souverän durch das Programm führen, urkomische Clowns, die ihre Späße treiben, rasante Trampolinspringer, die die Schwerkraft überwinden, mutige Akrobaten, die Pyramiden aus Menschen bauen, geschickte Künstler, die mit Ringen, Tüchern und Diavolo das Publikum verzaubern. Die farbenfrohen Kostüme hat der „Kölner Spielezirkus“ mitgebracht, er sorgt auch für Schminke, Requisiten und für richtige Zirkusmusik. Das Publikum ist für die Lacher, den Jubel und den Applaus zuständig und gibt von allem reichlich.

Zirkusluft schwebte schon die ganze Woche durch die Schule. 20 Helfer, Lehrer und Eltern, haben eine „Zirkusfortbildung“ beim „Kölner Spielezirkus“ gemacht und die Vorführung erarbeitet. Schnuppern und ausprobieren durften die jungen Artisten, ehe sie sich entschieden haben, bei welcher Zirkusnummer sie dabei sein wollten.

Dann kam die anstrengende Zeit des Trainings. Nebenbei hätten die Kinder gelernt, wie wichtig gemeinsames Tun und das Einfügen in eine Gruppe ist, darauf sei die Schulleiterin stolz. Gerade so eine bejubelte Zirkusvorstellung stärke das Selbstbewusstsein der Kinder. Ungeahnte Fähigkeiten seien entdeckt, Probleme überwunden, Angst bezwungen worden. Da dürften die Kinder getrost stolz auf sich sein.

Eine Projektwoche gebe es in jedem Jahr, alle vier Jahre zum Thema Zirkus. „So erhält jedes Kind in seiner Grundschulzeit einmal Gelegenheit, in der Manege zu stehen“, sagt Ruth Jansen.

Mit einem Sponsorlauf haben die Grundschüler die Projektwoche zu einem Großteil selber finanziert, der Rest kam von Sponsoren, die der Förderverein mobilisiert hat. Ein Viertel des Sponsorlauf-Erlöses geben die Grundschüler zu Beginn der Vorstellung weiter an Kinder, denen es „nicht so gut geht“, an die Kinderkrebshilfe Ophoven. 770 Euro kann der Sprecher der Organisation Wiljo Caron in Empfang nehmen.

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