Heinsberg/Waldfeucht - GEW will sichere Perspektive für Sekundarschul-Lehrer

GEW will sichere Perspektive für Sekundarschul-Lehrer

Von: red
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Nach nur wenigen Jahren des Bestehens ist die Sekundarschule in Haaren bereits ein Auslaufmodell. Foto: Daniel Gerhards

Heinsberg/Waldfeucht. Erst wenige Tage ist es her, dass sich die Kommunalparlamente in Waldfeucht und Heinsberg für den Schritt zu einer gemeinsamen Gesamtschul-Niederlassung in Haaren aussprachen. Zum Schuljahr 2018/2019 wird im Gebäude der auslaufenden Sekundarschule Haaren nun ein Teilstandort der Gesamtschule Heinsberg-Oberbruch errichtet.

Dieser Plan der Kommunen und der Bezirksregierung Köln sorgt jedoch offenbar für Diskussionsstoff in den Lehrerzimmern. Seit 2010 seien vier weiterführende Schulen im Kreis bereits geschlossen worden, drei weitere seien auslaufend gestellt. Kaum aufgebaut wird die Sekundarschule Haaren aufgrund geringer Anmeldezahlen aus Waldfeucht wieder eingestellt. Der GEW-Kreisvorsitzende Klaus D. Lange meint hierzu: „Für die Kolleginnen und Kollegen bedeutet es, dass sie mit einer unsicheren Perspektive konfrontiert sind.“

Die gegenwärtigen Veränderungen der Schullandschaft im Kreis Heinsberg seien eine Chance für die Lehrkräfte an den schließenden Schulen nur dann, wenn sie als Betroffene einbezogen würden und mitgestalten könnten. Deshalb brauchten die Schulen Leitlinien für ein Übergangsmanagement, das neue Perspektiven schaffe und die konkreten Arbeitsplätze verbessere.

Die Lehrkräfte an auslaufenden und an Schulen, die von der Schließung bedroht sind, müssten vorrangig wohnortnah und wunschgemäß versetzt werden, fordert die Gewerkschaft. Je nach Wunsch soll die Versetzung auch an andere Schulformen erfolgen.

Fachkräfte für Schulsozialarbeit sollten grundsätzlich die Freigabe erhalten. Es müsse sichergestellt werden, dass unabhängig von den starren Versetzungsterminen vor einer Neuausschreibung bzw. Neueinstellung die gewünschte Versetzung erfolge. Auch bei Schulleitungen hat die Lehrer-Gewerkschaft ganz klare Vorstellungen: „Diese haben nämlich einen Anspruch auf funktionsähnlichen Einsatz.“

Lange weiter: „Für die Lehrkräfte bedeutet die Schließung, dass viel Arbeit und großes Engagement, welches sie in die Konzeptionierung und den Aufbau der Schule gesteckt haben, vergeblich war. Die GEW möchte deshalb überflüssige Aufgaben abschaffen, um die Arbeitsbelastung für die noch verbleibenden Lehrerinnen und Lehrer zu senken.

Dies bedeutet konkret: Da die schulischen Aufgaben an auslaufenden Schulen von immer weniger Lehrkräften bewältigt werden müssen, ist eine Aufgabenreduzierung – zum Beispiel die Qualitätsanalyse oder Evaluationen zentraler Prüfungen – für alle dringend erforderlich. Die Verwaltungstätigkeiten müssen durch den Schulträger auch bei rückgängigen Schülerzahlen auf vorherigem Niveau sichergestellt werden.“

Soziale Härten sollten verhindert werden. Die Lehrkräfte an den schließenden Schulen seien im Durchschnitt deutlich über 50 Jahre alt. Ihnen sollte die Möglichkeit einer Frühpensionierung angeboten werden. Daneben müssten auch individuelle Regelungen zur Vermeidung sozialer Härten ermöglicht werden.

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