Wassenberg - Gesamtschule: Ersatz für „OFRA“-Trakte, Turnhallensanierung statt Neubau

Gesamtschule: Ersatz für „OFRA“-Trakte, Turnhallensanierung statt Neubau

Von: Daniel Gerhards
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Pläne für die Betty-Reis-Gesamtschule: Die „OFRA“-Trakte werden durch einen Neubau auf dem Schulgelände ersetzt und dann abgerissen.
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Die Turnhalle wird dagegen kernsaniert.

Wassenberg. Die Pläne für die Modernisierung der Betty-Reis-Gesamtschule nehmen konkretere Züge an. In der jüngsten Bauausschusssitzung legte die Stadtverwaltung einen Vorschlag für das weitere Vorgehen vor. Demnach sollen die „OFRA“-Trakte abgerissen und ersetzt und die Turnhalle saniert werden.

Hintergrund ist, dass die Stadt Wassenberg Ende vergangenen Jahres zunächst angeregt hatte, die Sporthalle an der Bergstraße durch eine moderne Dreifachhalle zu ersetzen. Daraufhin forderten Schulleiterin Dr. Karin Hilgers, die Schülervertretung und der Elternpflegschaftsvorsitzende, die „OFRA“-Trakte zunächst zu sanieren oder die einst als temporäre Bauten aufgestellten Gebäude durch einen Neubau zu ersetzen.

Das sei die dringlichere „Baustelle“ an der Schule. Später beantragten auch SPD, Grüne und Linke im Rat einen Neubau auf dem Schulgelände. Dieser Antrag wurde allerdings mehrheitlich abgelehnt.

Nun schlägt die Verwaltung ihrerseits vor, ein neues Schulgebäude zu bauen und die „OFRA“-Trakte dann abzureißen. Der Neubau soll nach derzeitigem Planungsstand Platz für zwölf Klassenräume und vier Mehrzweckräume bieten.

Im kommenden Jahr sollen die Details „mit allen Beteiligten“ abgestimmt werden. Ziel sei, das neue Gebäude in der Zeit von 2019 bis 2021 zu errichten. Anschließend sollen die „OFRA“-Trakte abgerissen werden. Die Fläche, auf der sie jetzt stehen, könnte dann Teil des Schulhofes werden.

Die Stadt möchte dafür vier Millionen Euro in ihrem mittelfristigen Investitionsprogramm vorsehen. Mit diesem selbst gesetzten Budget bleibt sie unter der üblichen Kostenschätzung für ein derartiges Bauvolumen, die bei rund 4,8 Millionen Euro liegt. So wolle die Verwaltung verhindern, dass Kredite aufgenommen werden müssen, sagte Pressesprecherin Annika Schmitz.

Um diese Investitionssumme stemmen zu können, will die Verwaltung auch Bundesmittel in Höhe von rund 1,17 Millionen Euro einsetzen. Den Rest des Geldes muss die Stadt aber selbst aufbringen – wie gesagt ohne Kredite aufzunehmen. Insofern komme dem Projekt eine „herausragende Bedeutung“ zu, hieß es in einer Mitteilung an den Bauausschuss.

Dass die Verwaltung dem Ersatz für die in die Jahre gekommenen „OFRA“-Trakte nun Priorität einräumt, wurde an der Betty-Reis-Gesamtschule positiv aufgenommen. „Die Schulgemeinschaft wollte, dass das Schulgebäude gebaut wird. Deshalb sind wir mit diesen Plänen zufrieden“, sagte Schulleiterin Hilgers am Freitag.

Die Verwaltung plant zudem, die Turnhalle an der Bergstraße zu sanieren. Ein Neubau sei zu teuer, hieß es in der Mitteilung. Der Neubau einer Dreifachhalle, inklusive Abriss des alten Gebäudes, kostet nach Schätzung der Verwaltung rund 7,8 Millionen Euro. Eine solche Ausgabe sei mit dem Ziel „einer nachhaltig geordneten Finanzwirtschaft“ nicht einmal „ansatzweise in Einklang zu bringen“.

Deshalb möchte die Verwaltung die Halle nun von Grund auf sanieren. Haustechnik, Sanitärbereich, Hallenboden und -decke sollen dabei erneuert werden. Wie teuer diese Kernsanierung wird, ist noch nicht klar. Die Verwaltung schreibt dazu lediglich: „Ob diese Zielsetzung mit dem im Investitionsprogramm zum Haushaltsentwurf 2018 eingestellten Pauschalbetrag von 3 Millionen Euro realisiert werden kann, soll eine für 2018 angedachte, belastbare Planung belegen.“

Aus dem Kreditprogramm „Gute Schule 2020“ des Landes stehen der Stadt 1,9 Millionen Euro zu. Dieses Geld soll jedenfalls für die Sanierung der Turnhalle eingesetzt werden. Für Kosten, die darüber hinausgehen, muss die Stadt selbst aufkommen.

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