Gerderhahn feiert 700-jähriges Bestehen: Vorsitzender lobt Zusammenhalt

Von: gp
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Wolfgang Küppers (r.) übergab eine Kopie der ersten urkundlichen Erwähnung Gerderhahns an Ortsvorsteher Frank Salewski (Mitte). Sepp Becker (l.) hatte das Original dieser Urkunde nach intensivem Suchen im Wassenberger Stadtarchiv entdeckt. Foto: Günter Passage

Erkelenz-Gerderhahn. „Es bedurfte mehr als ein Jahr der Vorbereitungen, bis wir heute das 700-jährige Bestehen unseres Dorfes Gerderhahn feiern können“, sagte Frank Salevski, Vorsitzender der Gerderhahner Dorfgemeinschaft. Zuvor hatte er neben den Bürgern Gerderhahns einige Ehrengäste aus Politik und Verwaltung sowie des öffentlichen Lebens zu dieser Feier willkommen geheißen.

„Was ist Dorfgemeinschaft?“, fragte Salevski und verwies auf eine intakte Dorfgemeinschaft. „Ohne die Initiative und Bereitschaft der örtlichen Gemeinschaft wäre vieles nicht möglich. Das Herz unseres Dorfes sind zunächst die Vereine, ohne deren Mitwirken und Zusammenhalt nichts möglich ist. Zudem gab es in der Vergangenheit kaum Wechsel innerhalb der jeweiligen Vereinsvorstände. Ein Zeichen von Kontinuität, welches in der heutigen Zeit nicht mehr alltäglich ist“, so Salevski.

Gleichzeitig zollte Salevski besonders Wolfgang Küppers und Willy Hansen Dank für deren Bemühungen, in akribischer Kleinarbeit eine Dorfchronik zu erstellen. In diesem Zusammenhang erinnerte Salewski an die erste urkundliche Erwähnung Ger- derhahns vom 3. April 1317. „Um auch den weiteren Erhalt unserer Gemeinschaft dauerhaft zu erhalten, ist insbesondere unsere Jugend gefordert“, appellierte er an die Dorfbewohner und rief besonders die Jugend des Ortes dazu auf, sich innerhalb der Gemeinschaft zu engagieren.

Wolfgang Küppers blieb es vorbehalten, den Gästen anhand geschichtlicher Fakten, Besonderheiten oder persönlicher Erinnerungen das Dorf näher vorzustellen. „Wir leben in sich schnell wandelnden Zeiten, in denen Traditionen abbrechen und Generationen auseinanderdriften, es entsteht der Eindruck, Zusammenhalte lösen sich auf, was gestern noch galt, ist heute vergessen“, so Küppers. Besonders erinnerte der pensionierte Lehrer daran, wie die Urkunde in einem alten, verstaubten Koffer, der sich im Keller des Wassenberger Rathauses befand, gefunden wurde. „Und so denke ich, tut es gut, in einer Zeit, in der es gilt, alles größer, schneller, perfekter zu machen, einmal inne zu halten, um wie heute den Jahrhundert-Geburtstag eines Dorfes, das die kleinste Form siedlungsmäßigen Zusammenlebens ist, gebührend zu feiern“, so Wolfgang Küppers.

Höhepunkt des Abends war letztlich die Übergabe einer Kopie der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes Gerderhahn vom 3. April 1317. Wolfgang Küppers übergab die in einem handgefertigten Rahmen befindliche Urkunde an Ortsvorsteher Frank Salewski.

Sepp Becker, Vorsitzender des Wassenberger Heimatvereins, hatte die Urkunde nach intensivem Suchen gefunden. Gleichzeitig gewährte Becker den Gästen einen Blick auf dieses Original: Aus Sicherheitsgründen wird die Urkunde weiterhin im Stadtarchiv von Wassenberg verbleiben.

Während einer glanzvollen Vorstellung gab Comedian Hastenraths Will auf seine ureigene Art Geschichten und Anekdoten aus dem Ort Gerderhahn, dem angrenzenden Moorheide und über deren Bewohner zum Besten. Die Besucher dankten Hastenraths Will mit langanhaltendem Applaus. Den musikalischen Part des Abends übernahm zum Abschluss die Formation „3 Männ Sing“. Mit ihren rockigen Tönen und Ohrwürmern sorgten die Musiker für einen rundum unterhaltsamen Abschluss dieses gelungenen Festabends.

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