Genossenschaft baut Windrad bei Pütt

Von: Daniel Gerhards
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Wind zu Strom machen: Das soll demnächst auch das Windrad der Genossenschaft „Bürgerwindenergie Heinsberg“.

Heinsberg. Wer sein Erspartes in erneuerbare Energien investieren möchte, bekommt in Heinsberg eine Möglichkeit dazu. Die Genossenschaft „Bürgerwindenergie Heinsberg“ baut nordwestlich von Pütt ein Windrad. Die Bauarbeiten sollen in den kommenden Tagen beginnen, sagt Gereon Frauenrath, Vorstand der Genossenschaft.

Spätestens im dritten Quartal sollen sie abgeschlossen sein.

Insgesamt kostet das Vorhaben 4,75 Millionen Euro, 1,25 Millionen können Privatleute aus Stadt und Kreis Heinsberg beisteuern. Sozusagen als nachhaltige Anlagemöglichkeit, wie Hans-Josef Mertens, Vorstand der Kreissparkasse, sagt. Die restlichen 3,5 Millionen Euro – das Fremdkapital – finanziert die Kreissparkasse.

Die Anlage ist eines von 18 neuen Windrädern, die in Heinsberg gebaut werden sollen. Die Stadt hat vier Konzentrationszonen für die Windenergie ausgewiesen, in denen solche Anlagen künftig gebaut werden dürfen. Aktuell sei geplant, dass zwischen Laffeld und Pütt drei Windräder gebaut werden, bei Uetterath beziehungsweise Randerath sollen acht Anlagen errichtet werden, südlich von Straeten und Waldenrath sollen es drei sein, sagt Hans-Walter Schönleber, Leitender Stadtrechtsdirektor. Zudem würden an der B 221 nahe Janses Mattes vier der fünf alten Windräder durch neue ersetzt. Diesen Vorgang bezeichnet man als Repowering, die Anlagen aus den 90er Jahren entsprechen längst nicht mehr heutigen Standards und werden durch leistungsfähigere Windräder einer neuen Generation ersetzt.

Insgesamt hat die Stadt Heinsberg in den vier Zonen eine Fläche von 170 Hektar für die Windenergie freigegeben. Ob die Räder gebaut werden, entscheidet letztlich aber nicht die Stadt. Der Kreis Heinsberg muss jeden einzelnen Bau genehmigen.

Das Windrad der Genossenschaft solle 178 Meter hoch werden und einen Rotordurchmesser von 117 Meter haben. „Das ist schon ein imposantes Bauwerk, wie wir es aber von vielen Stellen im Kreis Heinsberg kennen“, sagt Frauenrath. Die Nennleistung betrage 2,4 MW, damit könne man 1800 Haushalte mit Strom versorgen und jährlich rund 5100 Tonnen des klimaschädlichen CO2 einsparen, sagt Frauenrath.

Finanzielle Beteiligung

An diesem Projekt können sich Privatleute nun beteiligen. „Es war der Wunsch der Stadt, dass sich die Bürger finanziell beteiligen können“, sagt Schönleber. Diese Idee werde mit diesem Projekt in die Tat umgesetzt.

Bislang konnten nur Bürger der Stadt Heinsberg einsteigen. Ab Dienstag können Bürger aus dem ganzen Kreis Anteile zeichnen. Es bestehe noch die Möglichkeit, Anteile für 500.000 Euro zu kaufen, wobei jeder Anleger zwischen 5000 und 25.000 Euro einbringen darf.

Das soll dann eine Rendite von durchschnittlich 5,5 Prozent bringen, allerdings bestehe auch die „unwahrscheinliche“ Gefahr, dass man seine komplette Einlage verliert, sagt Mertens. Das sei nun einmal das „geringe“ unternehmerische Risiko. Grundsätzlich sei die Anlage langfristig gedacht, für 20 Jahre. Dann laufe die Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz aus.

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