Gemeinsam mit Asylbewerbern Weihnachten gefeiert

Von: anna
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Thomas Klee begrüßte die Menschen im Übergangsheim im Namen der christlichen Gemeinde Oberbruch zur gemeinsamen weihnachtlichen Feier. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Aphoven. Wie derzeit überall steigt auch in Heinsberg die Zahl der Flüchtlinge. Waren es im Sommer noch 80, so leben mittlerweile 100 von ihnen in Heinsberg, wie von Wolfgang Paulus, dem Integrationsbeauftragten der Stadt, zu erfahren war. Da freut er sich natürlich derzeit ganz besonders über Mitbürger, die zu Weihnachten auch an die Asylbewerber denken.

Ein Beispiel dafür sind die Mitglieder der christlichen Gemeinde in Oberbruch, einer evangelisch-freikirchlichen Gemeinde. Sie machten sich unmittelbar vor den Feiertagen auf ins Übergangsheim an der Aphovener Talstraße, um mit den hier lebenden Menschen einen Nachmittag in adventlicher Stimmung zu verbringen.

Mitgebracht hatten sie Punsch und andere Getränke, Weihnachtsgebäck und natürlich auch die Weihnachtsgeschichte. Für das kleine Fest engagiert hatten sich zudem Hausmeister Franz-Josef Heutz und die Bewohner selbst. Heutz hatte im Gemeinschaftsraum einen geschmückten Tannenbaum aufgestellt und für alle frische Waffeln gebacken.

Bewohner aus Indien brachten sogenannte Samosas mit, mit Kartoffeln gefüllte Teigtaschen, und nach einem iranischen Rezept war der Reiskuchen mit Linsen zubereitet worden. Neben Menschen aus Indien und dem Iran waren zu der weihnachtlichen Feier auch Heimbewohner aus dem Kongo, aus Ghana und Angola, aus Syrien, von der Elfenbeinküste und aus Afghanistan gekommen.

„Es gibt sehr wenige Berührungspunkte zu den Menschen, die in den Übergangsheimen leben“, bedauerte Thomas Klee, Mitgründer der Gemeinde, zu Beginn der kleinen Feier. Mit seiner Begrüßung verband er den Wunsch, dass auch dieses Treffen beitragen möge zu einem besseren Miteinander aller Menschen in der Stadt. Paulus lobte die harmonische Stimmung während der Feier. Es sei schön, so die Möglichkeit zu haben, andere Kulturen und Religionen kennenzulernen. Und er wisse, wie schwierig das Leben für die Menschen in den Heimen sei während der Zeit des Wartens auf die Entscheidung über den Asylantrag. Aber vielleicht könne sie ja genutzt werden für den Aufbau erster freundschaftlicher Beziehungen.

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