Gelungener Start für den neuen Chorleiter

Von: Helmut Wichlatz
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Der Vorsitzende des Heimatvereins Günther Merkens, Chorleiter Reinhold Richter und Geschäftsführer Theo Görtz (v. l.) freuen sich bereits auf die kommenden Auftritte des Cornelius-Burgh-Chores. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Vor rund neun Monaten trat Reinhold Richter die Nachfolge von Professor Norbert Brendt als Leiter des Cornelius-Burgh-Chores an. Eine große Aufgabe für den Kantor der Rheindahlener Gemeinde St. Helena, denn Brendt hatte den Chor vor über 30 Jahren mit aus der Taufe gehoben und ihn daher geprägt wie kein anderer.

Nach neun Monaten, in denen sich Chor und Leiter kennenlernen konnten, sprechen beide von einem „gelungenen Start“.

Nun stellte Richter den musikalischen Fahrplan des Chores für die kommenden Monate vor. Man „passe gut zueinander“, betonte er. Dies habe man auch beim Serenadenkonzert im Juni hören und erleben können. Besonders wichtig sei ihm dabei auch, dass es sich beim Cornelius-Burgh-Chor nicht um einen sogenannten Projektchor handele, der auf einen Auftritt hinarbeiten würde.

Denn Richter verfolgt mit dem Chor durchaus ehrgeizige Ziele. So zum Beispiel die Aufführung von „Vier Teile einer Messe“ aus der Feder von Richard Strauss, einer A-capella-Messe, an die sich nur wenige Chöre heranwagen. Dem breiten Publikum ist Strauss als Kirchenmusiker kaum bekannt.

Premiere feiern die Erkelenzer Sänger gemeinsam mit dem Chor von St. Helena am 1. November in Rheindahlen.

Am 6. November tritt der Chor bei einem Konzert im Rahmen des interdisziplinären Symposiums aus Hohenbusch erneut mit der Messe und weiteren Stücken auf. Die musikalische Leitung liegt an diesem Abend wieder in den Händen von Norbert Brendt, da Richter selbst an diesem Abend andere musikalische Verpflichtungen wahrnehmen muss.

Mit dem Adventskonzert in der Hetzerather Kirche setzt der Chor dann am 19. Dezember gemeinsam mit dem Collegium musicum den musikalischen Schlusspunkt für 2014.

„Es spricht für die Sänger und das Profil des Chores, dass sie sich auf diese schwere Aufgabe einlassen“, erklärte Richter. Denn A-capella-Chorgesang sei eine „mühsame Disziplin“ für jeden Chor. Daher sei er froh, dass der Chor sich stabil präsentiere. Den „Chortourismus“ einiger Sänger, die sich einem Chor für ein Projekt anschließen und dann weiterziehen, kenne man beim Cornelius-Burgh-Chor nicht. Dies ist vor allem angesichts der langfristigen Aufgabe wichtig, der sich Chor und Dirigent verpflichtet haben: Die „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi aus dem Jahr 1874.

Im November 2015 soll das anspruchsvolle Werk sowohl in Rheindahlen als auch in Erkelenz aufgeführt werden. „Das ist eines der monumentalen Werke der Oratorienliteratur“, erklärte Richter. An die 120 Sänger werden dafür benötigt. Deshalb sei auch wieder die Zusammenarbeit seiner beiden Chöre geplant. Die rund 15 Monate der Vorbereitung seien angesichts der musikalischen Aufgabe durchaus angemessen.

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Günther Merkens, räumte im Rahmen des Gesprächs ein, dass er „mit Unbehagen“ auf das Ausscheiden Brendts reagiert habe. „Er hat den Chor über drei Jahrzehnte geprägt und große Fußstapfen hinterlassen“, erklärte er. Mit Reinhold Richter habe der Heimatverein, dem der Chor seit seiner Gründung angehört, den richtigen Nachfolger gefunden.

Der Chor mit seinen derzeit rund 50 Mitgliedern zeichnet sich durch Beständigkeit aus. Trotzdem sind auch neue Sänger stets gerne willkommen, erklärte Richter. Bei den regelmäßigen Proben in der Leonhardskapelle freut man sich über Interessenten, die Chorluft schnuppern möchten. Eine gewisse Chorerfahrung sei jedoch ebenso wünschenswert wie die Bereitschaft regelmäßig zu proben, betonte Richter.

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