Heinsberg/Ozimek - Gelebte Städtepartnerschaft in Ozimek

Gelebte Städtepartnerschaft in Ozimek

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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Auf Tour: Die Reisegruppe aus Deutschland vor der Verbundschule in Ozimek zusammen mit beiden Bürgermeistern. Foto: anna

Heinsberg/Ozimek. Nach den Feierlichkeiten in Heinsberg im Juni reiste jetzt eine 50-köpfige Delegation von Heinsbergern in die polnische Stadt Ozimek, um auch dort das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft gemeinsam mit den polnischen Freunden zu feiern.

Neben Bürgermeister Wolfgang Dieder und Vertretern aus Rat und Verwaltung waren auch die Große Tanzgarde aus Waldenrath, die Jugendmusikschule Heinsberg mit den Bands Zero Gravitation und „Fräuleinwunder plus“, zwei Lehrer der Unesco-Realschule Heinsberg mit zwei Schülerinnen, Repräsentanten der Heinsberger Feuerwehr, der früheren KAB Kirchhoven, des Skatclubs Kirchhoven sowie einige weitere Personen mit an Bord des Reisebusses, der nach 14-stündiger Fahrt sein Ziel erreichte.

Nach Begrüßung und Frühstück ging es gleich weiter zum Wissenschafts- und Evolutionsmuseum im Stadtteil Krasiejow. Hier wurde den Besuchern auf futuristische Weise die Entwicklung der Erde und der Menschen vorgeführt. Passend hierzu wurde im Anschluss der gegenüberliegende Jura-Park besucht. Auf einem ungefähr 40 Hektar großen Gelände befinden sich neben einem paläontologischen Pavillon, in dem Skelette von Amphibien, Reptilien und Fossilien ausgestellt sind, auch ein prähistorisches Ozeanarium und ein Lehrpfad mit rund 250 in Originalgröße dargestellten Reptilien, unter ihnen der mit 60 Metern längste bis jetzt bekannte Dinosaurier namens „Amficelias“.

Mit Festakt gewürdigt

Am Abend wurde im Konferenzsaal des Jura-Parks das Partnerschaftsjubiläum mit Vertretern aus Ozimeker Rat und Verwaltung, Vertretern der Kreis- und Bezirksregierung, Bürgern aus Ozimek sowie Vertretern der anderen Partnerstädte in einem Festakt gewürdigt. Die bereits im Juni in Heinsberg geschlossene Schulpartnerschaft zwischen der Verbundschule Ozimek und der Städtischen Realschule Heinsberg wurde durch die Bürgermeister Jan Labus aus Ozimek und Wolfgang Dieder aus Heinsberg sowie die beiden Schulleiter Darius Gorniaszek und Albert Zaunbrecher nochmals bekräftigt.

Der zweite Besuchstag begann mit der Eröffnung einer Fotoausstellung im Kulturhaus anlässlich des Partnerschaftsjubiläums. Im Anschluss ging es weiter mit einer Stadtbesichtigung. Nach dem Mittagessen in der Mensa der Schule wurde in einem feierlichen Akt die 1827 gebaute und somit älteste Eisenhängebrücke Europas in die Liste der Kulturdenkmäler Polens aufgenommen.

Musikeinlagen

Nach einem historischen Umzug ging es zur Rehdanzinsel, einem Open-Air-Platz, wo die musikalischen Feierlichkeiten stattfanden. Die Heinsberger Gruppe „Fräuleinwunder plus“, verstärkt unter anderem durch Markus Bartz, konnte die Zuhörer mit ihrer Musik begeistern.

Der Nachmittag des dritten Tages begann mit einem Treffen mit der deutschen Minderheit in Ozimek. Bei Kaffee und Kuchen konnten im Gemeindehaus in Schodnia die Reiseteilnehmer in gemütlicher Runde mit den schlesischen Gastgebern Gedanken austauschen. Bürgermeister Wolfgang Dieder überreichte für „Miro“, die deutsche Fußballschule in Schodnia, einen Karton mit Trikots, Trainingsanzügen und anderen Utensilien sowie ein Geldgeschenk.

Im Anschluss ging es wieder zur Rehdanzinsel, wo an einer Tanzvorführung auch die Große Tanzgarde Waldenrath beteiligt war und dafür vom Publikum mit reichlich Applaus bedacht wurde. Nach dem Abendessen und einem gemütlichen Beisammensein mit den offiziellen Vertretern der Stadt und der Blaskapelle ging es erneut zur Rehdanzinsel, wo die Heinsberger Gruppe „Zero Gravitation“ vor den wenigen verbliebenen Gästen aufspielte, von diesen aber frenetisch gefeiert wurde.

Mit ein wenig Wehmut und voller schöner Erinnerungen ging es an Tag vier auf die Heimreise. Dabei hofften alle Teilnehmer, dass die Städtepartnerschaft auch künftig durch gegenseitiges Kennenlernen von Menschen weiter gelebt wird.

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