Garanten für Frohsinn und Spektakel: Karnevalisten geehrt

Von: Monika Baltes
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Ausgezeichnete Karnevalisten in Wegberg (flankiert vom Dreigestirn der KG Flöck op Wegberg): Bärbel Bastke, Hartmut Frenken, Martina Kretschmer, Bürgermeister Michael Stock als Ordensverleiher, Ulrike Wolters und Reinhold Heinen. Foto: Monika Baltes

Wegberg. Er sei ja „nur der Bürgermeister“, aber heute fühle er sich ein bisschen wie ein Präsident, der Orden verteilen darf, gab Michael Stock in der Wegberger Mühle zu Protokoll. Zum siebten Mal ehrte die Stadt Wegberg verdiente Karnevalisten für ihr ehrenamtliches Engagement zur Erhaltung und Fortentwicklung des karnevalistischen Brauchtums in der Mühlenstadt.

Fünf unermüdliche Arbeiter in Sachen Karneval freuten sich über den Bürgermeisterorden, der das Wegberger Stadtwappen in einem Mühlrad zeigt.

Die KG Sonn Männ Klinkum hatte, nachdem die letztjährigen Ordensträger aus den Reihen der Ehrenmitglieder und des Vorstands kamen, in diesem Jahr ein Mitglied aus den Reihen der „Macher“ nominiert, Reinhold Heinen. „Thekenspezialist“ sei er, Elferratsmitglied, Showtänzer, „Strohmännchenbauer“ und langjähriges Vereinsmitglied selbstverständlich. „Der Erste, der da ist, und der Letzte, der geht.“

Auf Vorschlag der Dorfgemeinschaft Hei und Klei Gerichhausen erhielt Ulrike Wolters den Bürgermeisterorden. Jahrelang habe sie mit ihrem tollen Zwiegespräch die Besucher der Karnevalssitzungen begeistert und war zudem an der Trainingsleitung der Gerkeser Bienches beteiligt. Sie hatte maßgeblichen Anteil an den „Fröschen“ und gehört inzwischen zur Gruppierung der „HeiSchrecken“.

Martina Kretschmer, ein Dalheimer Maiblömke, erhielt den Orden für unermüdliche Vorstandsarbeit und Geschäftsberichte, die sich lesen wie eine Büttenrede. Auch auf der Bühne sei sie ein Garant für Frohsinn und Spektakel, befanden ihre Vereinskollegen und erinnerten an ihre Auftritte als Elvis- Imitator, Horst Schlemmer und mit den Tanzgruppen „Mögge“ und „Schlümpfe“.

Ein „organisatorisches Multitalent für alles“ hatte die KG Flöck op Wegberg vorgeschlagen: Bärbel Bastke. Bei Marketenderinnen und Flöcky-Hexen, beim geschäftsführenden Vorstand, als Teil des ersten weiblichen Dreigestirns in Wegberg (2004) und des Stadtprinzenpaares (2005) – überall stehe die Frau ihren Mann. „Grenzenloser unermüdlicher Arbeitssatz“ zeichne sie aus. Denn sie hole die Nähmaschine raus, putze die Panhasbude und kümmere sich um den Erdbeerstand.

In prächtigen Uniformen

Der Ordensträger der KG Laakebüll Rath-Anhoven, Hartmut Frenken, ist nicht nur Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft, sondern auch Initiator des erfolgreichen letztjährigen Open-Air-Sommerfestes „Booster rockt Rath“. Als Prinz Karneval im Dreigestirn der Jubiläumssession 2012/2013 habe er ebenso eine gute Figur gemacht wie als Hitparadenstürmer bei Hausfrauennachmittagen und Galasitzungen.

Bei der siebten Auflage darf man getrost von Tradition sprechen, und traditionell waren die meisten Ordensträger ahnungslos in die Wegberger Mühle gekommen. Traditionell präsentierten sich die Wegberger Karnevalsvereine in prächtigen Uniformen in Vereinsfarben, gekrönt vom optischen Highlight des Abends, dem Dreigestirn der KG Flöck Op.

Ganz neu war dagegen die Lesebrille des Bürgermeisters, die ihm – auch in karnevalistischer Tradition – den einen oder anderen Streich spielte, wenn beispielsweise die Majorettengarde zur Marionettengarde mutierte.

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