Erkelenz-Kuckum - Gäste beim Oktoberfest hält es nicht auf den Stühlen

Gäste beim Oktoberfest hält es nicht auf den Stühlen

Von: hewi
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Was für ein wunderschöner Anblick: Die hübschen Madln in ihren Dirndln waren allein schon einen Besuch beim Oktoberfest wert. Foto: Wichlatz
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Landrat Stephan Pusch trieb routiniert den Zapfhahn ins Fass und ließ die erste Runde fließen. Foto: Wichlatz

Erkelenz-Kuckum. Wenn die Schützen zum Oktoberfest einladen, ist die Gaudi vorprogrammiert. Am Kuckumer Quellenweg haben Karl-Heinz Oellers und seine Mitarbeiter wieder eins der wohl größten Festzelte der Region aufgebaut, in dem bis zu 4500 Besucher feiern können, ohne sich zu nah auf die Pelle zu rücken.

Das Hauptzelt und das angeschlossene Thekenzelt boten mit rund 3000 Quadratmetern reichlich Platz. Und der wurde im Laufe des Abends auch benötigt.

Angefangen hat es vor 28 Jahren mit rund 1500 Besuchern. Mittlerweile ist das Oktoberfest der St. Antonius-Schützenbruderschaft eine feste Größe und vor allem Publikumsmagnet, der bis über die Region hinausstrahlt.

Wiesn-Mix trifft den Nerv

Der angesagte Dresscode war natürlich Dirndl für die Damen und Krachlederne mit „nackerten Wadeln“ für den Herren. Musikalisch setzten die Veranstalter auch in diesem Jahr wieder auf die Band Original Wällster Bayern Power, die bereits im vorigen Jahr mit ihrer breitgefächerten Stimmungsmusik im Wiesn-Mix dafür gesorgt hatte, dass es das Publikum nicht immer auf den Stühlen beziehungsweise Bänken gehalten hatte.

Dann muss es einen Fassanstich geben, bei dem die Besucher insgeheim hoffen, dass sich der ausführende Ehrengast ein bisschen blamiert. Diese Freude machte Landrat Stephan Pusch ihnen aber nicht. Routiniert trieb er den Zapfhahn ins Fass und ließ die erste Runde gezielt in die bereitstehenden Gläser fließen.

Der wichtigste Faktor für das richtig zünftige Wiesn-Gefühl ist natürlich der entsprechende Gerstensaft. Denn auf der Wiesn wird kein „Kirmesbier“ getrunken. Trotzdem sei in den vergangenen Jahren nichts passiert, was der eigene Sicherheitsdienst nicht in den Griff bekommen hätte, betonte Karl-Heinz Oellers. Rund eine Woche hatte es gedauert, bis das Festzelt aufgebaut und eingerichtet war. Zuletzt war es in Duisburg im Einsatz.

Eine, die seit Jahren beim Kuckumer Oktoberfest dabei ist, ist Liane Weyand. Sie und ihre Kollegen bilden die Schaltzentralen des Oktoberfestes, denn bei ihnen gibt es das Bier. Bis in die frühen Morgenstunden ging das über die Theke.

„Die Rheinländer verschätzen sich schon mal mit dem Wiesn-Bier“, erzählte sie. Und sie muss es wissen. Seit 1992 steht sie auf Großevents, Konzerten, Schützen- und Oktoberfesten ihre Frau. Vor rund 20 Jahren war sie auch mal eine ganze Wiesn lang in München im Einsatz. Ärger mit den Besuchern habe sie in den ganzen Jahren selten erlebt, dafür Geschichten, mit denen man ein Buch füllen könnte. „Das kann man nicht nur wegen des Geldes machen“, betonte sie.

„Das muss schon Spaß machen, sonst hält man das nicht aus.“ Denn nachdem in den frühen Morgenstunden die letzte Maß über den Tresen gegangen war, wurde aufgeräumt und das Nebenzelt für den Frühschoppen klargemacht, auf dem die Kuckumer und ihre Gäste das Oktoberfest zum Nachmittag hin zünftig ausklingen ließen.

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