Gäste aus der Erkelenzer Partnerstadt St. James empfangen

Von: hewi
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Erkelenz. Auch nach dem offiziellen Besuch aus Erkelenz in der französischen Partnerstadt St. James geht es mit der gelebten Freundschaft im 40. Jahr ihres Bestehens weiter. Begonnen hatte sie mit einer Gruppe namens „Agriculteurs“, also Landwirten, die vor 40 Jahren die Partnerschaft mit ihren Berufskollegen aus Gerderath aufnahmen.

Mittlerweile sind auf deutscher Seite kaum noch Agrarier in der Gruppe vertreten, wie Maria Meurer erklärte. Deshalb sei die Gruppe 2006 in „Freunde der Partnerschaft“ umbenannt worden.

Die 40-köpfige Gruppe der Besucher hatte sich eigentlich auch für einen offiziellen Empfang im Alten Rathaus angekündigt. Es bliebe zu klären, wer den Termin genau eine halbe Stunde vor das Viertelfinale der deutschen gegen die französische Nationalmannschaft gelegt hatte – doch kurzerhand wurde der Termin abgesagt und durch ein ebenso offizielles Rudelgucken unter Freunden in der Sparkasse ersetzt.

Dass die Èquipe Tricolore an dem Abend gegen die deutsche Nationalmannschaft baden ging und aus dem Turnier ausschied, trübte die Freude am gemeinsamen Feiern bei den französischen Gästen nicht. Die 7:1-Klatsche, die die brasilianischen Gastgeber dann beim Halbfinale hinnehmen mussten, schauten die französischen Landwirte verteilt über das Stadtgebiet bei ihren Gastgebern. Die Stimmung der Besucher trübte das sportliche Ereignis in Brasilien jedenfalls nicht nachhaltig...

Das Besuchsprogramm war natürlich nicht auf Rudelgucken beschränkt. Besuche in Köln und in verschiedenen Museen der Region standen ebenso auf dem Programm wie ein offizieller Abend in Gerderath, wo auch der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen mit dem Gästebuch der Stadt erschien, in das sich die Besucher dann doch noch eintragen konnten. Jansen betonte, dass die Besuche der Gruppe längst den „offiziellen Anstrich“ verloren hätten. Die Gruppe der Landwirte ist diejenige Gruppe, die seit Beginn der Partnerschaft auch ohne besonderen Anlass oder Jahrestag regelmäßig den Weg nach Erkelenz findet. Vielmehr seien Freunde bei Freunden zu Besuch, betonte der Erste Bürger.

Gegenbesuche terminiert

Eine treibende Kraft hinter der jahrzehntelangen Freundschaft zu den französischen Landwirten ist Leo Schmitz aus Gerderath, der gemeinsam mit Theo Beeck jahrelang die Besuche organisiert hatte.

Einen besonderen Besuch hielten die Gastgeber aber noch für ihre Gäste parat: Die Barockpferde des Günther Fröhlich, der sich in Fachkreisen einen Namen als Trainer von Friesen-Pferden gemacht hat und auch in Frankreich einen guten Ruf genießt.

Im kommenden Jahr wird es natürlich wieder einen Gegenbesuch der deutschen Gruppe in St. James geben. Pünktlich zur Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2016 werden die Freunde aus Frankreich dann wieder in Erkelenz erwartet.

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