Für höhere Windkraftanlagen soll Baugebiet nicht geopfert werden

Von: agsb
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Ortsvorsteher Werner Jörissen (l.) bat zusammen mit Bürgermeister Herbert Corsten zum Bürgergespräch ins Pfarrheim Saeffelen. Foto: agsb

Selfkant-Saeffelen. Regelrecht zwischen den Stühlen saßen die Bürger Saeffelens – aus Platzgründen. Im Pfarrheim begrüßten Ortsvorsteher Werner Jörissen und Bürgermeister Herbert Corsten nahezu 100 Einwohner. Tagungshauptpunkt war die Windkraftanlage vor den Toren der Ortes. Zwei neue Anlagen mit einer Gesamthöhe von rund 200 Metern sollen hier errichtet werden.

Diese hohen Windkrafträder würden erheblich mehr Energie einspeisen, die Wirtschaftlichkeitsfrage war hier entsprechend unter anderem ein Thema. Zu dieser Konstellation mit zwei neuen Anlagen wurden unverbindlich Zahlen einer jährlichen Ausschüttung bzw. Entschädigung genannt, die jedoch am Ende nicht entscheidend sein sollten.

Es folgte eine heiße Diskussion, auch viele Flurparzelleneigentümer waren offenbar hin- und her gerissen. Ortsvorsteher Werner Jörissen brachte es auf den Punkt: „Wohin will Saeffelen?“ Denn in Sachen Neubaugebiete sei Saeffelen ausgereizt und nur in Richtung Windparkanlage wären noch Möglichkeiten gegeben. „Aber mit einer geplanten Anlage in der Höhe von rund 200 Metern wäre aufgrund der Gesetzeslage mit Abstand zum Ort nichts mehr möglich“, so Jörissen.

Der Gemeinderat hatte am 28. Mai eine Nabenhöhe von nur 110 Meter beschlossen. So wurden denn auch drei Alternativen vorgestellt: erstens mit zwei neuen großen Anlagen sowie jährlicher Entschädigung; zweitens mit nur einer großen Anlage sowie den bestehen Anlagen mit angepasster Entschädigung; drittens mit Einhaltung der beschlossenen Höhenbegrenzung des Rates ohne Entschädigung und möglichem Ausbau des Baugebietes. Die dritte Variante fand schließlich in einer nicht bindenden Abstimmung eine Mehrheit, was für die Ratsherren ein richtungweisendes Zeichen bedeutete, hier den Hebel anzusetzen.

Ein weiterer Punkt ließ die Saeffelener aufhorchen und fand ausnahmslos Zustimmung. Bürgermeister Corsten plant – wie in Wehr am dortigen Kreisverkehr – ebenfalls in Saeffelen ein Gewerbegebiet mit rein dörflichem Handwerk. Hinter der neuen Rettungswache nahe dem Kreisverkehr Heilder könne hierzu eine Fläche benutzt werden, hieß es. Alle Anwesenden sahen hierdurch eine Qualitätsverbesserung für den Ort gegeben. „Wir müssen unsere Betriebe halten“, erhielt Corsten Beifall.

Ein weiteres Thema waren die Glasfaserarbeiten im Ort. Der Ausbau schreite gut voran. Generell hofft die Gemeindeverwaltung, bis Ende des Jahres voll „in der Hand der Glasfaser“ zu sein.

Bei der Pflege des Kriegerdenkmals in Saeffelen zeichnet sich offenbar eine Lösung ab. In Sachen Umgehungsstraße erläuterte Kreistagsabgeordneter Gerd Krekels die derzeitige Sachlage, wobei das Problem auf niederländischer Seite liege. Bürgermeister Corsten stellte klar heraus, dass die Gemeinde selbst erheblichen Druck ausübe. Ein Antrag liege der Bezirksregierung in Köln vor.

Unter Punkt Verschiedene konnten Nachfragen bezüglich der neuen Spielplatzgeräte positiv beantwortet werden. Die neuen Geräte kommen schnellstens. „Wir warten darauf“, so Ortsvorsteher Werner Jörissen.

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