Erkelenz - Für Einweihung bereit: Klais-Orgel nach St. Lambertus umgesiedelt

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Für Einweihung bereit: Klais-Orgel nach St. Lambertus umgesiedelt

Von: kl
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Lothar Salentin, Stefan Emanuel Knauer, Theo Goertz und Günther Merkens vor der Klais-Orgel. Sie halten die Festschrift in der Hand, die auf die Orgel und die anstehende Festwoche hinweist. Foto: Koenigs

Erkelenz. Die Freude ist groß. In der Pfarre St. Lambertus in Erkelenz ebenso wie beim Heimatverein der Erkelenzer Lande und nicht zuletzt bei Kantor Stefan Emanuel Knauer. Die Umsiedlung der Klais-Orgel, die 1912 für die Pfarrkirche St. Martinus in Borschemich gebaut wurde, in die Pfarrkirche St. Lambertus ist abgeschlossen.

Die Orgel wird nunmehr ihren Dienst als Chororgel aufnehmen, beginnend mit einem Festhochamt zur Orgelweihe am Sonntag, 29. September, um 10 Uhr.

Es freue ihn sehr, dass die Orgel, von Bürgermeister Peter Jansen als treffenderweise als „Klangdenkmal“ bezeichnet, erhalten bleibe, meinte Günther Merkens, der Vorsitzende des Heimatvereins der Erkelenzer Lande, gestern in der Kirche. Der Heimatverein, dessen Aufgabe es auch sei, Kulturgüter zu , hatte sich mit einer Spendenaktion daran beteiligt, die Umsiedlung der Orgel zu ermöglichen. Rund 125.000 Euro waren für Abbau, Ertüchtigung und Aufbau der Orgel erforderlich.

Knapp 25.000 Euro sind bislang an Spenden zusammengekommen. Die noch fehlenden 95.000 Euro hat der Orgelbauverein „vorgestreckt“. Weitere Spenden erhofft sich nicht nur Merkens, sondern auch der Vorsitzende des Orgelbauvereins an St. Lambertus, Lothar Salentin. Nicht zuletzt durch eine Festschrift zur Orgelweihe, die zwar kostenlos ist, „aber auch gerne gegen eine kleine Spende abgegeben wird“, soll neues Geld in die Kasse fließen.

Die Idee für diese Festschrift, die gestern in der Kirche vorgestellt wurde, hatte Knauer, der auch für den Inhalt verantwortlich zeichnet. Die Gestaltung hat für den Heimatverein als Herausgeber Willi Wortmann übernommen.

Es sei ein Glücksfall sondergleichen, dass die Klais-Orgel aus Borschemich in St. Lambertus eine neue Bleibe findet. „Dadurch haben wir eine dauerhafte Erinnerung an den sterbenden Ort Borschemich“, meinte Merkens. Das „Klangdenkmal“ müsse unbedingt erhalten bleiben, war das große Ziel des Heimatvereins.

Salentin erinnerte daran, dass es bereits einmal eine Klais-Orgel in der Erkelenzer Pfarrkirche gegeben habe, die aber dem zerstörerischen Angriff auf Erkelenz im Zweiten Weltkrieg zum Opfer fiel. Dies sei ein zweiter, wichtiger Grund für den Erhalt der Borschemicher Orgel in Erkelenz. Und Lambertuskantor Knauer ist froh, dass endlich die orgellose Zeit in St. Lambertus vorbei ist und er das elektrische Provisorium endgültig zur Seite stellen kann.

Was anderenorts als Kirchenorgel dient, spielt in der großen Kirche St. Lambertus eine Nebenrolle. „Das ist eine optimale Chororgel“, meint Knauer für das Instrument, das auf dem Stellplatz der alten, inzwischen verkauften Orgel aufgebaut wurde. Als Hauptorgel ist sie zu klein. Sie kann den großen Raum nicht mit Klang füllen. Dazu dient zukünftig die neue große Cornelius-Burgh-Orgel, die allerdings noch bestellt und bezahlt werden müsse, wie Salentin meinte. Er hofft, in spätestens fünf Jahren die Finanzierung dieses Orgelprojekt sicherstellen zu können.

Hoffen auf neue Spenden

Wie er, so glaubt auch Merkens daran, dass es dafür neue Spenden gibt, denn nur so sei die Orgel finanzierbar. Sicherlich seien die Erkelenzer nach der Sanierung des Marienleuchters und des Lambertiturms sowie dem Einbau der Klais-Orgel verständlicherweise ein wenig „spendenmüde“.

Aber im nächsten Jahr könne man wohl auf neue Spenden hoffen, zumal jetzt „nur“ noch ein Großprojekt an St. Lambertus anstehe, eben der Bau der großen Cornelius-Burgh-Orgel.

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