Für 100 Punkte hat es nie gereicht

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Bei 150 karnevalistischen Tanzturnieren in ganz Deutschland saß er mit am Juroren-Tisch: Hans-Peter Scherrers aus Kempen (Mitte). Jetzt gibt er das Amt auf.

Heinsberg-Kempen/Erkelenz. Eines der bekanntesten Gesichter im Karnevalistischen Tanzsport Deutschlands tritt ab: Nach 21 Jahren beendet Hans-Peter Scherrers aus Kempen seine Tätigkeit als Juror beim „Bund Deutscher Karneval“ (BDK). Dabei bewertete er die besten Tänzer des Landes. Sein Job war also vergleichbar mit dem eines Schiedsrichters in der Fußball-Bundesliga.

Scherrers saß bei rund 150 Turnieren in ganz Deutschland am Juroren-Tisch. Jetzt wurde er von seinen Kollegen beim Qualifikationsturnier zum Halbfinale der Deutschen Meisterschaft in Erkelenz verabschiedet. „Es ist nun an der Zeit, kürzer zu treten“, so der 60-Jährige. Zum letzten Mal zückte er in Mülheim die Wertungszahlen, prüfte mit fachkundigem Blick und stets mit einem Lächeln im Gesicht Garde- und Schautänze, Mariechen- und Paartänze in allen Altersklassen.

1995 erhielt er die Lizenz als Juror für die deutschen Spitzenturniere, seinen ersten Turniereinsatz hatte Scherrers wenig später bei der badischen Meisterschaft in Plankstadt bei Heidelberg. Was folgte waren Turniere in Lübeck, Hof, Bayreuth, Erfurt ... Schnell etablierte sich Scherrers in der Spitzenklasse der deutschen Juroren und wurde entsprechend eingesetzt. Im regelmäßigen Wechsel war er deshalb auch bei den Süddeutschen Meisterschaften (weil Juroren aus Norddeutschland nicht im Norden eingesetzt werden dürfen und umgekehrt) und den Deutschen Meisterschaften als Juror gefragt.

Viele nette Abende in Reilingen

„Es war eine tolle Zeit, wir haben sehr viel erlebt – auf der Bühne und auch abseits davon“, erinnert sich der inzwischen 60-Jährige. Besonders in Reilingen habe es viele nette Abende gegeben, sagt Scherrers und schmunzelt bei dem Gedanken daran. Diese Zeit ist nun aber vorbei. Zum Abschluss erhielt er in Erkelenz als Erinnerung die Ehrenmedaille des BDK.

Eines blieb ihm aber in dieser langen Zeit verwehrt: Die Höchstwertung 100 Punkte zu ziehen. „Das hätte ich so gerne zumindest einmal gemacht, aber irgendwie hat zur perfekten Aufführung am Ende doch immer etwas gefehlt.“ So blieb es bei 98 Punkten als seine persönliche Höchstwertung. Künftig will Hans-Peter Scherrers sich weiter auf seine Arbeit im Vorstand der KG Kemper Gröne konzentrieren und auch weiter in der Organisation des Freundschaftsturniers arbeiten, das jährlich mit den Karker Rabaue veranstaltet wird.

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