Fünftklässler besser auf den Schulbusverkehr vorbereiten

Von: Helmut Wichlatz
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Gerade die Situation nach der Schule am ZOB neben dem Schwimmbad sorgt dafür, dass vielen der neuen Schüler die Lust am Busfahren vergeht. Foto: Stefan Klassen, Helmut Wichlatz
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Wollen, dass sich die Situation für Schulkinder besonders am ZOB entspannt: West-Geschäftsführer Udo Winkens (l.) und Michael Kutz (r.) vom Kinderschutzbund. Foto: Stefan Klassen, Helmut Wichlatz

Erkelenz. Mit dem neuen Schuljahr beginnt für viele neue Fünftklässler auch ein neuer Abschnitt: die tägliche Fahrt mit dem Bus zur und von der Schule nach Hause. Gerade die Situation nach der Schule am ZOB neben dem Schwimmbad sorgt dafür, dass vielen der neuen Schüler die Lust am Busfahren vergeht.

Rechtzeitig vor den Sommerferien wenden sich deshalb West Verkehr und der Kinderschutzbund an die zukünftigen Fünftklässler und ihre Eltern. Unter dem sachlichen Titel „Infos für Schüler und Eltern“ haben sie alle nötigen und wichtigen Informationen zusammengetragen, damit die Schüler „sicher von A nach B“ kommen.

Denn das will gerade für Anfänger gelernt sein. „Wir waren bisher auch nicht untätig“, betonte der West-Geschäftsführer Udo Winkens. „Gemeinsam mit dem Kinderschutzbund wollen wir aber flächendeckend die Schüler im Erkelenzer Raum erreichen.“

Keine Bus-Scouts gefunden

Täglich transportiert West im Kreis rund 35.000 Fahrgäste, davon knapp 26.000 Schüler. Allein in Erkelenz sind es täglich rund 3000 der 4000 Schüler, die die weiterführenden Schulen mit dem Bus erreichen. Ihre Anlaufstellen sind neben dem ZOB am Schwimmbad auch die Haltestellen Hoogenhof, Gymnasium und Pestalozzischule.

„Wir bemühen uns, die Situation am ZOB zu entspannen“, erklärte Winkens. Ein Versuch in diese Richtung war die gemeinsame Aktion der Bus-Scouts mit dem Kinderschutzbund. Diese konnte bislang nicht in Angriff genommen werden, da sich noch keine Freiwilligen als Scouts gemeldet haben. Trotzdem geht die Kooperation des Verkehrsbetriebs mit dem Kinderschutzbund weiter.

Der nun vorliegende Flyer sei das Ergebnis von zwei Initiativen, mit denen beide zuvor einzeln angetreten waren. Der Kinderschutzbund hat bislang zum Beginn des neuen Schuljahres einen Infobrief herausgegeben, der sich gezielt an die Eltern von neuen Schülern der weiterführenden Schulen wendete. Das Verkehrsunternehmen geht mit der „Winnie-West-Busschule“ gezielt an die Schüler der fünften Klassen heran, um ihnen Verhaltenstipps zu geben und Angst zu nehmen. Jährlich werden rund 2500 Schüler mit der Busschule erreicht.

„Auch für die Eltern ist das eine aufregende Zeit“, betonte Winkens. Deshalb habe man sich entschlossen, gemeinsam die handliche Broschüre herauszugeben, die in verständlichen Worten einen Überblick gibt und die häufigsten fragen beantwortet. Wo sind die Haltestellen? Welche Linien steuern welche Ortschaften an? Wohin mit den Schultaschen im Bus? Wie kann man sich auf die neue Situation des motorisierten Schulweges vorbereiten?

Wichtig sei es, schon frühzeitig Ängste zu nehmen, erklärt auch der Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Erkelenz, Michael Kutz. So könne auch vermieden werden, dass Kinder jeden Tag mit dem Elterntaxi zur Schule gebracht werden. Dies führe nämlich zu einer weiteren Zuspitzung der Verkehrssituation und letztlich zur Gefährdung von Schulkindern.

Erst einmal 3000 Stück

Die Broschüre liegt in einer Auflage von 3000 Stück vor und wird auch an die weiterführenden Schulen verteilt. Winkens und Kutz sehe sie als Pilotprojekt, denn wenn das Feedback stimmt, soll die Broschüre auch für weitere Schulstandorte aufgelegt werden.

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