Selfkant - Frühjahrsputz: 1200 Helfer befreien den „Selfkant“ von Unrat

Frühjahrsputz: 1200 Helfer befreien den „Selfkant“ von Unrat

Von: agsb
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Die Schüler – wie hier am Gangelter Schulzentrum – nahmen an der Müllsammelaktion teil. Schubkarrenweise wurde der Unrat weggekarrt. Foto: agsb

Selfkant. Recht zufrieden blickte Dorothee Fernholz, Geschäftsführerin der Zweckverbandes „Der Selfkant“, am Samstag auf den Erfolg der großen gemeinsamen Säuberungsaktion. Eine Staher Bauunternehmung hatte dafür in Gangelt, Waldfeucht und Selfkant Container zur Verfügung gestellt. Diese waren am Ende des Frühjahrsputzes reichlich mit allerlei Unrat gefüllt.

In allen Ortschaften der drei Gemeinden wurden am Samstagmorgen die Sammelaktionen gestartet. Erstaunlich viele Schüler beteiligten sich an dem „Hausputz“. Tüddern stellte mit fast 60 Schulkindern den größten Part, Süsterseel war mit rund 50 Jungen und Mädchen dabei. In Gangelt waren die Realschüler, wie jedes Jahr, wieder mit von der Partie, auch die Gesamtschule war mit großem Aufgebot angerückt und säuberte das große Revier rund um das Schulzentrum. Weggeworfener Abfall wie Dosen, Flaschen oder Plastikmüll wurde aufgelesen, und die vielen blauen Müllsäcke waren schnell gefüllt. Auch die Schubkarren waren proppenvoll. Nach getaner Arbeit gegen Mittag gab es eine kleine Grillstation mit leckeren Bruzeleien.

In Gangelt trafen sich gegen Mittag die Sammler und kamen schon ein wenig ins Staunen. Der große Container war zwar üppig gefüllt, aber nicht mit so viel Unrat wie noch in der Vergangenheit. Besonders im Bereich des Freizeitgeländes mit Schwimmbad, Kahnweiher, Minigolfanlage und angrenzendem Waldgebiet zeigten sich die Besucher etwas umweltfreundlicher. „Es war nicht so schlimm wie in den letzten Jahren“, freuten sich die Sammler.

Ortsvorsteher Gerd Schütz indes sah auch die hässliche Seite der Wegwerfgesellschaft: „Wir waren bis Vinteln unterwegs und haben hier den Langbroicher Karnevalsmüll weggeräumt“, kritisierte er die sinnlose und achtlose Landschaftsverschandelung und fand die Zustimmung vieler Mitsammler. Viele zum Zeil auch zerschlagene Flaschen wurden eingesammelt. Der Ortsvorsteher sieht angesichts des Mülls Gesprächsbedarf. „Wir fördern das Brauchtum. Aber es kann nicht sein, dass wir hinter einem Wagen herlaufen und sehen, wie die Flaschen oder sonstige Sachen einfach sinnlos weggeschmissen werden“, meinte Schütz; dabei sei dies nicht nur ein Phänomen in Gangelt. „Generell ist das Aufkommen an wildem Müll weniger geworden, aber es landet noch immer viel zu viel in der Landschaft“, so Dorothee Fernholz. Die Schulkinder in Saeffelen freuten sich über ihre Aktion und mussten dann am gestrigen Montagmorgen eine böse Überraschung erleben: Rowdys hatten den Schulhof mit Müll verwüstet, zum Glück waren die eingesammelten Säcke am Samstag abtransportiert worden.

„Auch das schlechte Wetter konnte der Einsatzbereitschaft der Menschen aus der Region bei der Müllsammelaktion ,Der Selfkant putzt sich heraus‘ nichts anhaben. Rund 1200 Bürgerinnen und Bürger – in allen Altersklassen – waren fleißig wie die Ameisen auf Müllsuche. Besonders begeistert hat mich dabei auch in diesem Jahr der Einsatz der Schulkinder, die sich in großer Zahl und voller Elan an der Aktion erfolgreich beteiligt haben“, meinte Selfkants Bürgermeister Herbert Corsten auch im Namen seiner beiden Amtskollegen aus Gangelt und Waldfeucht, Bernhard Tholen und Heinz-Josef Schrammen. Sogar 16 Kinder des Kindergartens aus Höngen halfen fleißig mit, die Straßenränder von Müll und Unrat zu befreien. Ein Dank ging auch an Dorothee Fernholz vom Zweckverband „Der Selfkant“, in deren Händen Vorbereitung und Leitung der Säuberungsaktion lagen. In allen Ortschaften gab es abschließend einen Imbiss als Stärkung und Dankeschön für den Einsatz.

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