Frühjahrskonzert in der Festhalle: Harry Wolters verabschiedet sich

Von: Utz Schäzle
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Ein beeindruckendes Frühjahrskonzert in der Festhalle gelang dem Musikcorps Braunsrath: Das Programm des großen Orchesters war wieder einmal sehr ambitioniert und begeisterte die Zuhörer. Foto: Schäzle

Waldfeucht-Braunsrath. Ein beeindruckendes Frühjahrskonzert in der Festhalle gelang dem Musikcorps Braunsrath mit dem Auftritt des Jugendorchesters, mit einer grandiosen musikalischen Vorstellung des großen Blasorchesters. Stimmungsvoll war obendrein der Verabschiedung des Dirigenten Harry Wolters.

Traditionell eröffnete das Jugendorchester unter der Leitung von Achim Tholen mit „Spring Song“ das Frühjahrskonzert.

Die Zuhörer konnten erleben, mit welcher Freude und wie konzentriert der Nachwuchs des Musikcorps Braunsrath bei der Sache ist. Mit einer kleinen Orchestersuite aus der Filmmusik zu „Der Herr der Ringe“ begeisterten die jungen Musiker ihr Publikum. Hervorragend, humorvoll und gekonnt regelte das Jugendorchester die Ansage der einzelnen Stücke „in eigener Regie“.

Effektvolles Klangerlebnis

Effektvoll war der Vortrag von „The Great Locomotive Chase“, ein wahres Klangerlebnis gelang mit „Der mit dem Wolf tanzt“. Zum Abschluss seines Parts spielte das Jugendorchester „Melodien aus Grease“. Damit zeigten die jungen Musiker noch einmal, dass Musik und das Musizieren ihnen einfach Spaß machen.

Das Programm des großen Orchesters war ambitioniert. Schon mit der Ouvertüre zeigten die Musiker, wohin die Reise gehen sollte. Harry Wolters dirigierte noch einmal Franz von Suppés „Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien“ und forderte dabei den Musikern noch einmal ihr ganzes Können ab. Mit dem „Trumpet Filigree“ leitete er die Zuhörer mitten hinein in das Klangerlebnis zeitgenössischer Blasmusik mit hervorragenden Solisten. Beide Konzertstücke gerieten so zu einer einzigartigen, gegenseitigen Sympathieerklärung.

In seiner Laudatio für den scheidenden Dirigenten hob der 1. Vorsitzende des Musikcorps Braunsrath, Michael Clahsen-Houben, besonders die Intensität hervor, mit der sich Harry Wolters der Förderung junger Musiker widmete. Auf musikalischem Gebiet sind sein Rat und seine Hilfe weit über die Region hinaus gefragt, er ist ein echter Vereinsmensch. Daher versteht er viel von den Begebenheiten im Musikverein. Harry Wolters wurde unter großem Beifall des Publikums und mit stehenden Ovationen des Musikcorps Braunsrath verabschiedet. Als Abschiedsgeschenk überreichte Clahsen-Houben drei antike Instrumente für ein Blasmusikprojekt in Uganda.

Weiter mit Musik

Majestätisch begrüßte dann das Musikcorps Braunsrath sein Publikum mit dem „Königsmarsch“ von Richard Strauss. Das Musizieren in einem Blasorchester fordert Einsatz, Offenheit, Konzentrationsfähigkeit, Übungsfleiß und große Begeisterung für die Musik – dass sie all dies besitzen, bewiesen die Musiker. Wenn dann noch exzellente, gut spielbare und instrumentierte Arrangements gewählt werden, dann muss Steven Walker seine Hände im Spiel haben.

Der Dirigent beweist stets einen guten Riecher bei der Wahl der Arrangements. So auch diesmal: Bei Richard Wagners „Elsas Prozession zur Kathedrale“ aus dem zweiten Aufzug des „Lohengrin“ konnte das Musikcorps Braunsrath eine Klangfülle in reinster Tonkultur entwickeln, die ein sinfonisches Blasorchester ausmacht. Steven Walker agierte mit einer künstlerischen Ausstrahlung, die für das Orchester äußerst positiv ansteckend wirkte. „The Earl of Oxford March“ unterstrich dies ebenso wie auch das „A Tribute to Lionel“.

Durch das Programm führte gekonnt und routiniert Isabell Küppers. Mit „Bohemian Rhapsody“ von Freddie Mercury in Erinnerung an die legendäre Gruppe „Queen“ traf man genau den Geschmack des Publikums.

Zugabe gewährt

Stimmungsvoll ging das Frühjahrskonzert zu Ende. Die geforderte Zugabe wurde gerne gewährt. So verabschiedete sich das Musikcorps Braunsrath marschmäßig mit echt österreichischem Charme.

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