Friedhof in Immerath bekommt eine Aussegnungshalle

Von: hewi
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Platz für den Sarg und 30 Stühle: So soll die Aussegnungshalle auf dem Friedhof in Immerath (neu) aussehen. Repro: Stadt Erkelenz/Wichlatz

Erkelenz. Im Bauausschuss wurde grünes Licht gegeben für eine Aussegnungshalle, die auf dem Friedhof in Immerath (neu) gebaut werden soll. Entworfen wurde der ebenso schlichte wie aufmerksamkeitsstarke Zweckbau vom Technischen Beigeordneten Ansgar Lurweg. Dieser war vom Bürgerbeirat angesprochen worden, da in der Bevölkerung der Wunsch nach einer Aussegnungshalle aufgekommen war.

Auf dem alten Friedhof werden 2016 die letzten Umbettungen abgeschlossen sein, auf dem neuen Friedhof sind schon einige Bestattungen durchgeführt worden. Nun soll in der Nähe des Haupteingangs ein Bereich geschaffen werden, wo die Angehörigen würdevoll Abschied nehmen können. Die Planung wurde schon mit der Kirche und dem Bürgerbeirat diskutiert, wie Lurweg in der Sitzung des Ausschusses betonte.

Geplant ist eine nach drei Seiten offene Halle, die aus einem Betonwinkel besteht, der Dach und Rückwand der Halle darstellt. Seitlich ist in derselben Farbe wie die Friedhofsmauer ein Steinkubus von dreimal drei Metern geplant. Dort sollen Gegenstände gelagert und eine Möglichkeit für den Geistlichen geboten werden, sich umzuziehen. Unter dem Dach der offenen Halle wird Platz für den Sarg und rund 30 Stühle sein, betonte Lurweg. Der Standort rechts am Haupteingang und die Platzierung des Kubus sind so geplant, dass die Anwesenden vor Witterungseinflüssen von den Hauptwetterseiten West und Südwest weitestgehend geschützt sind. An der Rückwand der Halle soll ein Glaskunstwerk in Kreuzform den Beton durchbrechen und Lichteinfall ermöglichen.

Für einen Entwurf wurde der Wassenberger Glaskünstler Marcus Steffen ins Boot geholt, dessen Entwurf bereits vorliege, betonte Lurweg. Die Kosten werden sich auf rund 90.000 Euro für die Halle und die Glaskunst sowie 25.000 für die Umfeldgestaltung belaufen. Der Bereich vor der Halle soll so gestaltet sein, dass bei größeren Feierlichkeiten auch dort Stühle aufgestellt werden können. Darüber hinaus müsse auch konfessionslosen oder Angehörigen anderer Glaubensrichtungen entgegengekommen werden. An den Kosten wolle sich der Bürgerbeirat beteiligen, hieß es. Bis die Umsiedlung abgeschlossen ist, bekommt er Geld von RWE, das er für das Projekt weiterleiten wolle, hieß es in der entsprechenden Beschlussvorlage. Der Ausschuss gab einstimmig grünes Licht.

Ein Kolumbarium für Urnen sei derzeit nicht in Immerath (neu) geplant, betonte Lurweg auf Nachfrage. Derzeit habe die Umbettung Vorrang.

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