Freiwillige Feuerwehren setzen auf Frauen

Letzte Aktualisierung:
5876840.jpg
Die Feuerwehrfrauen aus dem Kreis Heinsberg bei ihrem ersten Treffen: Organisiert wurde es von Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper (rechts), dem stellvertretenden Wehrleiter der Stadt Heinsberg, Hans-Leo Schreinemachers (links) und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Friedel Mannheims (2. v. l.). Foto: CvdSt
5876841.jpg
Bei der Feuerwehr: Zur Fachberaterin in Sachen Frauenarbeit wurde Sandra Kamp (2.v.r.) bestellt. Zur Fachberaterin für ABC-Einsätze ernannte Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper (r.) Christiane Oleszynski (2.v.l). Der stellvertretende Kreisbrandmeister Friedel Mannheims (l.) gratulierte. Foto: CvdSt
5876840.jpg
Die Feuerwehrfrauen aus dem Kreis Heinsberg bei ihrem ersten Treffen: Organisiert wurde es von Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper (rechts), dem stellvertretenden Wehrleiter der Stadt Heinsberg, Hans-Leo Schreinemachers (links) und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Friedel Mannheims (2. v. l.). Foto: CvdSt
5876841.jpg
Bei der Feuerwehr: Zur Fachberaterin in Sachen Frauenarbeit wurde Sandra Kamp (2.v.r.) bestellt. Zur Fachberaterin für ABC-Einsätze ernannte Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper (r.) Christiane Oleszynski (2.v.l). Der stellvertretende Kreisbrandmeister Friedel Mannheims (l.) gratulierte. Foto: CvdSt

Kreis Heinsberg. „Frauen sind in der Feuerwehr noch immer unterrepräsentiert“, berichtete jetzt der Kreisfeuerwehrverband Heinsberg. Der Anteil der weiblichen Angehörigen im aktiven Dienst sei in den vergangenen Jahren langsam auf derzeit circa sieben Prozent bundesweit gestiegen. Dabei sei in den alten Bundesländern der Anteil mit knapp sechs Prozent im Durchschnitt deutlich niedriger als in den neuen Bundesländern, wo er bei rund elf Prozent liege.

Eine stärkere Beteiligung sei in den Jugendfeuerwehren zu verzeichnen. Dort seien durchschnittlich mehr als 20 Prozent der Mitglieder Mädchen, wobei da kein großer Unterschied zwischen den neuen und alten Bundesländern festzustellen sei.

Im Kreis Heinsberg versehen zurzeit mehr als 2400 Feuerwehrleute ihren aktiven freiwilligen Dienst in der Feuerwehr. Davon sind seit einigen Jahren 74 Frauen „Bestandteil und Rückhalt der Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr“, wie der Kreisfeuerwehrverband betonte. Um den Brand- und Katastrophenschutz langfristig sichern zu können, müssten die Feuerwehren bei sinkenden Mitgliederzahlen ihre Ressourcen stärken beziehungsweise besser nutzen. Viele Frauen in der Feuerwehr würden jedoch die Erfahrung machen, dass ihnen immer wieder mit Misstrauen und Skepsis begegnet werde – nur, weil sie Frauen sind.

An die Stelle dieses vorausgeschickten Misstrauens sollten nach Ansicht des Kreisfeuerwehrverbandes Vertrauen und Anerkennung treten, denn sie seien eine wichtige Motivationsbasis, die man nicht gering schätzen sollte. Im Umgang zwischen Frauen und Männern in der Feuerwehr sei eine Kultur der Anerkennung besonders wichtig, weil Frauen deutlich in der Minderheit seien und zudem noch immer stark traditionell geprägte Männlichkeitsbilder dominieren würden, welche die Integration von Frauen nicht erleichtern, sondern erschweren würden.

Um die Position der Frauen in den Feuerwehren des Kreises Heinsberg zu stärken und dabei mitzuwirken, die Frauen zu organisieren, hatte Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper zum ersten Treffen der Feuerwehrfrauen aus dem Kreis Heinsberg in die Feuerwache Heinsberg eingeladen. Dort konnte Prömper mehr als die Hälfte der im Kreis aktiven Feuerwehrfrauen begrüßen. Bei diesem Treffen berichtete er über Aktivitäten zur Frauenarbeit auf Landes- und Bundesebene. Ebenfalls bestellte er Oberbrandmeisterin Sandra Kamps aus Heinsberg zur ­ersten Fachberaterin Frauenarbeit. Sandra Kamp ist schon seit vielen Jahren Löschgruppenführerin der Löschgruppe Horst. Außerdem bestellte er Brandmeisterin Diplom-Ingenieurin Christiane Oleszynski aus Erkelenz zur Fachberaterin ABC (Atomare-, Biologische- und Chemische Gefahrstoffe).

In der Diskussionsrunde wurden Erfahrungen ausgetauscht, wie die einzelnen Frauen in ihren Feuerwehren aufgenommen und akzeptiert wurden. Es wurden Vorschläge gemacht, mit verstärkter Öffentlichkeitsarbeit die Stellung der Frau innerhalb der Feuerwehr zu stärken und noch mehr Frauen zu animieren, in die Feuerwehr einzutreten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert