Freiwillige Feuerwehr Orsbeck stellt neues Fahrzeug in den Dienst

Von: Anna Petra Thomas
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Beim „Wasser marsch!“ aus der Kübelspritze hielt Lennart Minkenberg nicht nur aufs Fahrzeug. Auch Feuerwehr-Seelsorger Klaus Buyel blieb nicht trocken. Foto: anna

Wassenberg. Im Rahmen eines Tages der offenen Tür hat die Löschgruppe Orsbeck der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wassenberg ein neues Fahrzeug in Dienst gestellt.

Löschgruppenführer Claus Vaehsen begrüßte als Gäste unter anderem Bürgermeister Manfred Winkens als Schirmherrn, den Ortsvorsteher und Ortsringvorsitzenden Franz-Josef Beckers, Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper und Wehrleiter Holger Röthling begrüßen.

Einsegnung

Danach übernahmen Propst Thomas Wieners, der evangelische Pfarrer Thomas Bergfeld und Pfarrer Klaus Buyel, Feuerwehrseelsorger für die Städte Wassenberg und Wegberg, die ökumenische Einsegnung des Fahrzeugs. „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“, zitierte Bergfeld den Wahlspruch der Feuerwehr und fragte: „Welche Vereinigung hat schon Gott als erstes Wort in ihrem Motto?“ Nicht jeder sei bereit, mit ganzer Kraft sein Leben einzusetzen, um das anderer zu retten, würdigte er das freiwillige Engagement der Feuerwehrleute.

Nachdem das neue Fahrzeug dann mit Weihwasser besprenkelt war, forderte Buyel Lennart Minkenberg auf, es aus einer kleinen Kübelspritze noch einmal mit Wasser zu bespritzen. Zur traditionellen Hauptaufgabe der Feuerwehren in Form der Brandbekämpfung seien im Lauf der Zeit immer neue Einsatzbereiche hinzugekommen, betonte Winkens und nannte als Beispiele technische Hilfeleistungen und den Umweltschutz.

Die Erfüllung dieser Aufgaben erfordere eine leistungsfähige und zuverlässige Ausrüstung. Immer blieben es jedoch die Feuerwehrleute, die im Mittelpunkt einer leistungsfähigen Feuerwehr stehen würden.

„Wir haben in allen Löschgruppen eine moderne und leistungsfähige Ausstattung und die Mannschaften in den einzelnen Ortschaften sind gut ausgebildet und bestens auf den Ernstfall vorbereitet“, bescheinigte er der Wassenberger Feuerwehr. „Sie gehen für uns durchs Feuer!“, lobte er die Feuerwehrleute. Abschließend überreichte er den Fahrzeugschlüssel an Wehrleiter Röthling, der ihn gleich an Löschgruppenleiter Vaehsen weiterreichte.

Ortsvorsteher Beckers erinnerte an die letzte Fahrzeug-Einsegnung vor 30 Jahren und lobte das Engagement der Feuerwehr im Ortsring. Vorbei sei Zeit, als man mit einer „rollenden Werkzeugkiste“ unterwegs gewesen sei, erklärte der Löschgruppenführer mit Blick auf das neue Fahrzeug vom Typ TSF-W, für das die Stadt rund 110.000 Euro und der Förderverein der Feuerwehr noch einmal rund 2800 Euro zusätzlich investiert hat, für einen Lichtmast, LED-Scheinwerfer und Sonderlackierungen. Schon bei seiner Überführung nach Orsbeck habe das Fahrzeug seinen ersten Einsatz bei einer Ölspur auf der Autobahn gehabt, erzählte Vaehsen.

Das neue Fahrzeug verfügt über einen eigenen Wassertank für 750 Liter. So könnten zusammen mit dem zweiten Löschfahrzeug 1350 Liter Wasser direkt an die Einsatzstelle gebracht und so die Zeit für die Herstellung einer Leitung aus dem Hydrantennetz sehr gut abgepuffert werden, erklärte er. „Mit einem neuen Löschfahrzeug geht aber auch immer ein Ruck durch die Mannschaft und trägt zur Steigerung der Motivation bei“, ergänzte er. Ähnlich hatte sich zuvor bereits Kreisbrandmeister Prömper geäußert.

Die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs sei immer ein Meilenstein in der Geschichte einer Löschgruppe. Zugleich hatte er allerdings auch betont, dass eine finanzielle Beteiligung wie die des Fördervereins in Orsbeck nicht zur Regel werden dürfe.

Musikalische Beiträge zum Festakt und zum Tag der offenen Tür leistete der Musikverein St. Martini Orsbeck-Luchtenberg. Zum Programm gehörten weiter eine Cafeteria sowie Spielangebote für die Kinder.

Nach einer Parade aller 17 Wassenberger Feuerwehr-Fahrzeuge durch den Ort klang der Tag bei einem Dämmerschoppen mit Verlosung und Partymusik aus.

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