Heinsberg-Unterbruch - Freiwillige Feuerwehr: „Mit Ihren Einsätzen leisten Sie Großes“

Freiwillige Feuerwehr: „Mit Ihren Einsätzen leisten Sie Großes“

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
9635082.jpg
Hervorragende Leistungen: Die neuen Träger der silbernen und goldenen Ehrenzeichen in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heinsberg zusammen mit Wehrleiter Ralf Wählen (rechts), seinem Stellvertreter Hans-Leo Schreinemachers und Bürgermeister Wolfgang Dieder (von links). Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Unterbruch. Nicht wie bisher gewohnt zum Jahresende, sondern erstmals im Frühjahr haben sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heinsberg in der Unterbrucher Turnhalle zu ihrer Jahreshauptversammlung getroffen.

Dazu konnte Wehrleiter Ralf Wählen neben Kreisbrandmeister Klaus Bodden auch Bürgermeister Wolfgang Dieder und die für die Feuerwehr zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung begrüßen.

Das Wirken der Feuerwehr wecke immer das Interesse der Öffentlichkeit – und doch würden die Feuerwehrleute selbst kein Aufheben davon machen, betonte Dieder in seiner Ansprache. „Aber ohne Sie, ohne die Freiwilligen, ginge vieles nicht, um Gefahrensituationen in Heinsberg und manchmal sogar noch darüber hinaus erfolgreich abzuwehren und zu bewältigen. Die Freiwillige Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Schutz- und Rettungswesens sowie des Sicherheitskonzepts unserer Stadt. Mit Ihren Einsätzen leisten Sie Großes – und dafür danke ich Ihnen“, betonte der Bürgermeister.

Die Anforderungen an die Feuerwehr seien in den vergangenen Jahren gestiegen, nicht nur in der Ausbildung, sondern auch in Bezug auf die technische Ausstattung. Die Stadt sorge dafür, dass sich diese auf einem hohen Niveau befinde, erklärte er und erwähnte in diesem Zusammenhang die Beschaffung von Fahrzeugen für die Löschzüge Mitte, Uetterath und Karken.

Am 30. Mai wird der Feuerwache Heinsberg zudem ein neues Drehleiterfahrzeug im Wert von rund 570.000 Euro übergeben. Derzeit bereite die Verwaltung darüber hinaus die Beschaffung einheitlicher Dienstkleidung und neuer Digitalfunkgeräte vor, erklärte Dieder.

Auch in diesem Jahr würden für die Feuerwehr Haushaltsmittel in Höhe von 1,9 Millionen Euro bereitgestellt, betonte er abschließend, bevor er ausdrücklich die anwesenden jungen Feuerwehrleute der mittlerweile 110 Mitglieder zählenden Jugendfeuerwehr ebenso ausdrücklich begrüßte wie die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung.

„Das ist einmalig. Das gibt es sonst nirgendwo“, sagte der Kreisbrandmeister zu der Versammlung der Feuerwehrleute auf kommunaler Ebene. „Wir sind hart an der Grenze“, betonte er sodann zum Grad der Erreichbarkeit der Freiwilligen Feuerwehr, die bei 60 Prozent liegen muss, um in einer Kommune wie Heinsberg noch ohne eine hauptamtliche Feuerwehr auskommen zu können. Er sei aber zuversichtlich, dass die Stadt Heinsberg diese Ausnahmegenehmigung auch für die nächsten fünf Jahre erhalte. Die Planung liege jedoch bei 90 Prozent, betonte er. „Und da sind wir in Teilen noch ein großes Stück von weg.“

Wählen freute sich, aufgrund der Terminverschiebung erstmals auf ein ganzes Kalenderjahr zurückblicken zu können. Mit Alexander Daiker, Hendrik Schleuter und Rene Wählen stellte er drei neue Mitarbeiter für die Wache vor. Hier seien jetzt sechs hauptamtliche Kräfte im Schichtdienst und zwei in Tagesdienst tätig. Dadurch könnten kleinere Einsätze ohne Alarmierung erledigt, zudem ansonsten zu vergebende Arbeiten übernommen und so Kosten gespart werde.

402 Einsätze habe die Heinsberger Feuerwehr im vergangenen Jahr abgearbeitet, „das ist die höchste Zahl seit Jahren“, erklärte Wählen. Leider würde das Zeitalter des Handys auch dazu führen, dass der Mitbürger „einfach mal eben die 112“ anrufe, um einen Ast auf der Straße zu melden. Um den Ast von der Straße zu ziehen, müsse man natürlich aussteigen, merkte er kritisch an. Doch dann rücke eine Einheit der Feuerwehr an, „damit dann einer aussteigt und den Ast zur Seite legt.“ Gleiches sei im vergangenen Jahr auch mit Kunststoff-Absperrungen an Baustellen passiert.

Bei der anschließenden Aussprache meldete sich Karl-Heinz Krebs, Leiter der Löschgruppe Aphoven-Laffeld-Scheifendahl, zu Wort. Die Löschgruppe habe ihre Hausaufgaben gemacht. Bereits 2012 hätten sich die vormals drei Löschgruppen zu einer zusammengeschlossen. Zugesagt worden sei der neuen Gruppe seinerzeit ein neues Gerätehaus. „Heute stehen wird da und haben nicht einmal einen Unterrichtsraum, der groß genug ist“, beschwerte sich Krebs. „Uns ist unverständlich, wie mit uns umgegangen wird!“

Dieder, der bereits in seiner Rede zugesagt hatte, dass noch in diesem Jahr der erste Spatenstich für das neue Gerätehaus getan und es dann „ganz zügig gebaut werden muss“, versicherte Krebs, dass der Rat am 22. April eine Entscheidung zu den dann vorliegenden Plänen treffen werden. „Der Rat wählt eins aus, und dann geht es los!“, betonte er.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert