Frauen-Union will mehr in die Öffentlichkeit

Von: Daniela Driefert
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Erkelenz. Alte und neue Vorsitzende der Frauen-Union im Stadtverband Erkelenz ist Manuela Meuser. Im kleinen Kreis wählten die Frauen den neuen Vorstand im Rahmen der Mitgliederversammlung.

Auch wenn die Gruppe sehr engagiert ist, die Beteiligung der Mitglieder an der Versammlung fiel gering aus. Lediglich sieben von 154 Mitgliedern fanden den Weg in das TBZ Meuser in Erkelenz zur Abstimmung. „Viele Frauen in der CDU wissen nicht, dass sie Kraft ihres Geschlechts auch Mitglied in der Frauen-Union sind“, sagte Meuser. Das will die Frauen-Union ändern. „Wir müssen mehr in die Öffentlichkeit und auf die Leute zu gehen.“

Die Frauen wollen sich in die Politik einmischen, aktiver werden und in die Parlamente ziehen. Denn die politische Landschaft ist immer noch männerdominiert. „Frauen werden ein Stück weit außen vor gelassen“, sagte Meuser. Das müsse so nicht sein. Die Frauen-Union will präsenter werden, für mehr Beteiligung und Mitglieder werben. Je mehr Frauen dabei seien, desto besser.

Für die Umsetzung auf dem Weg zu größerer politischer Beteiligung hat sich die Frauen-Union einiges vorgenommen: In Planung sind die Organisation eines Erste-Hilfe-Auffrischungskurses, die Herausgabe eines Newsletters und ein Facebook-Auftritt.

CDU-Landtagskandidat Thomas Schnelle nutzte die Gelegenheit der Mitgliederversammlung, sich den Teilnehmerinnen vorzustellen und erörterte die Schwerpunkte seiner Arbeit: Innere Sicherheit und Strukturwandel. In seinen Ausführungen forderte er unter anderem mehr Eingriffsmöglichkeiten der Polizei und Videoüberwachung. Bezüglich des Strukturwandels kritisierte Thomas Schnelle die fehlende finanzielle Ausstattung der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) mit Landesmitteln.

In der anschließenden Vorstandswahl bestätigten die anwesenden Mitglieder die Arbeit von Manuela Meuser mit einstimmiger Wiederwahl. Sybille von der Forst und Kerstin Schaaf wurden zu Stellvertreterinnen gewählt, Sonja Kling ist Schriftführerin, Karin Mainka und Sarah Stoffels sind Beisitzerinnen.

Abschließend stellte Vorsitzende Meuser den Mitgliedern der Frauen-Union das Programm TEP vor. Es richtet sich an Frauen und Männer, die Betreuungsaufgaben wahrnehmen und dennoch eine Ausbildung absolvieren möchten. TEP steht für Teilzeitberufsausbildung: „Einstieg begleiten, Perspektiven öffnen“.

Seit 2005 besteht nach dem Berufsbildungsgesetz für Menschen mit Betreuungspflichten die Möglichkeit, ihre Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. In Kleingruppen bietet TEP Beratung und Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche, Hilfe beim Aufbau eines Betreuungsnetzwerkes und Unterstützung in der Kinderbetreuung.

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