Waldfeucht-Selsten - Frau verbrennt im Wohnwagen

Frau verbrennt im Wohnwagen

Von: disch
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Ein Bild der Verwüstung in Waldfeucht-Selsten: Von dem völlig ausgebrannten Wohnwagen, in dem die Leiche der Frau gefunden wurde, blieb fast nichts übrig. Auch ein Lkw und ein Bürocontainer wurden ein Raub der Flammen. In Mitleidenschaft gezogen wurde ebenfalls ein weiterer Wohnwagen. Foto: Petra Wolters

Waldfeucht-Selsten. Bei einem Wohnwagenbrand in Waldfeucht-Selsten ist in der Nacht zum Donnerstag eine Frau ums Leben gekommen. Die Polizei geht nach ihren ersten Erkenntnissen von einem Unglücksfall aus. Wie die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Heinsberg erklärte, sei der Brand um 0.24 Uhr gemeldet worden.

Einsatzort sei ein Gelände in Selsten an der Landstraße gewesen, das Anwesen einer Schaustellerfamilie, auf dem Schausteller sowohl in Häusern als auch in Wohnwagen leben würden. Einer der Wohnwagen sei in Brand geraten.

Als auf dem Gelände plötzlich der Strom ausgefallen war, hatte eine Anwohnerin entdeckt, wie aus einem von drei Wohnwagen Flammen schlugen. So berichtete die Polizei.

Das Feuer griff auf einen weiteren Wohnwagen sowie auf einen Bürocontainer und einen Lkw über, bis die Feuerwehr schließlich den Brand löschen konnte. Während der Löscharbeiten machten die Einsatzkräfte dann die grausige Entdeckung: Sie fanden eine weibliche Leiche. Die Tote war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Die Obduktion erfolgte am Donnerstagnachmittag in Köln. Mit dem vorläufigen Obduktionsergebnis rechnet die Polizei an diesem Freitag. Die zweifelsfreie Klärung der Identität könne aber möglicherweise noch weitere Tage in Anspruch nehmen, hieß es.

Vermutet werde, dass es sich um eine Frau aus Polen handeln könnte.

Nach dem ersten Ermittlungsstand wurde jedenfalls der Wohnwagen, in dem das verheerende Feuer ausgebrochen war, seit zwei Tagen von einer 39-jährigen Frau aus Polen bewohnt, die von der Schaustellerfamilie gelegentlich als Aushilfskraft eingestellt wurde. Daher liegt laut Polizei die Vermutung nahe, dass es sich bei der Verstorbenen um eben diese Person handelt.

Brandsachverständige sowohl von der Kreispolizeibehörde als auch vom Landeskriminalamt waren am Donnerstag vor Ort. Auch wenn die Brandursache noch ungeklärt sei, so handele es sich wahrscheinlich um einen Unglücksfall, erklärte ein Polizeisprecher. Hinweise auf ein Fremdverschulden hätten sich bislang jedenfalls nicht ergeben.

Zu der Vermutung, die vor Ort in Selsten zu hören war, die Frau könnte mit einer brennenden Zigarette eingeschlafen sein, sagte ein Polizeisprecher, dies sei nicht auszuschließen und durchaus möglich, aber objektiv nicht nachgewiesen und daher zunächst nur eine Vermutung.

Wie der Waldfeuchter Gemeindebrandinspektor Heinz-Peter Mühren am Vormittag berichtete, seien in der Nacht die Löscheinheit aus Braunsrath sowie die Löschgruppen aus Bocket, Brüggelchen und Obspringen alarmiert worden.

Rund 60 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr waren im Einsatz. Die Löscharbeiten waren für sie alles andere als einfach oder ungefährlich: Zur Bekämpfung des Brandes, aber auch zum Kühlen von mehreren großen und kleinen Gasflaschen, die sich in unmittelbarer Nähe der Brandstelle befanden und zu explodieren drohten, wurden von der Wehr insgesamt sechs C-Strahlrohre und ein B-Rohr vorgenommen. Acht Kräfte trugen Atemschutz.

Wie Mühren berichtete, habe es in der Nacht zunächst widersprüchliche Angaben darüber gegeben, ob eine Person vermisst werde oder nicht. Letztlich hätten Feuerwehrkräfte dann aber - nach einem entsprechenden Hinweis - die stark verkohlte Leiche in den Überresten des völlig ausgebrannten Wohnwagens entdeckt.

Eine Chance zur Rettung der Frau habe aber ohnehin nicht bestanden, so die Einschätzung von Mühren, da beim Eintreffen der Wehr das Feuer bereits weit fortgeschritten gewesen sei und der Wohnwagen in voller Ausdehnung gebrannt habe.
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