Hückelhoven-Hilfarth - Fotoprojekt: Heimat entdecken, öffentlichen Raum einnehmen

Fotoprojekt: Heimat entdecken, öffentlichen Raum einnehmen

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Ein Teil der am Fotoprojekt beteiligten Jugendlichen mit Fotografin Agnes Bläsen (4. v. r.) und Simone Jansen (5. v. r.), Leiterin der Jugendwerkstatt. Foto: Jugendwerkstatt

Hückelhoven-Hilfarth. Wo komme ich her? Was ist für mich Heimat? Dieser Fragestellung gingen zwölf Jugendliche der Jugendwerkstatt Hilfarth im Rahmen eines Fotoprojekts nach. Mit kleinen Digitalkameras zogen sie durch Hückelhoven, um Motive zum Thema „Straßenfotografie“ zu finden.

Dabei entstanden technisch wie motivisch einzigartige Bilder, von denen die Jugendlichen die besten auswählen, um sie Freitag, 15. Dezember, in der Jugendwerkstatt, Fichtenstraße 1 in Hückelhoven-Hilfarth, in der Ausstellung „418 meine Stadt“ zu zeigen. Die Ausstellung wird um 11.30 Uhr offiziell eröffnet, besichtigt werden können die Fotos am Freitag auch in der Zeit von 13 bis 17 Uhr.

Unter den Motiven finden sich Ansichten vom Förderturm, fotografierten Schattenspielen und ungewöhnliche Perspektiven. Insgesamt sind bei der Ausstellung rund 100 Farbfotografien zu sehen, unter ihnen zwölf im Großformat von 50 mal 70 Zentimetern. Zudem werden Porträts der Teilnehmer in schwarz-weiß gezeigt.

Zum Hintergrund erklärte Simone Jansen, Leiterin der Jugendwerkstatt, dass sie im Frühjahr bei einem Arbeitskreis das Fotoprojekt der Fotografin Agnes Bläsen in der Jugendwerkstatt Stolberg kennengelernt habe. Als sie dann erfuhr, dass der Landschaftsverband Gelder für Projekte bereit stelle, habe sie sich daran erinnert und Kontakt mit Agnes Bläsen aufgenommen.

Mit dem Zuschlag vom Landschaftsverband konnte das Fotoprojekt ab September durchgeführt werden. Es wurden kleine Digitalkameras angeschafft und den teilnehmenden Jugendlichen zur Verfügung gestellt. Sie sollten kreativ etwas Neues ausprobieren und ihr Lebensumfeld mit der Straßenfotografie darstellen. Das Thema passe gut zum diesjährigen Thema des Caritasverbandes „Zusammen sind wir Heimat“, betonte Simone Jansen.

Die Straßenfotografie im Fachgenre „Streetfotografie“ sei ein Medium, das es bereits seit den 20er Jahren gebe, erklärte Agnes Bläsen, die seit mehr als 25 Jahren Fotoprojekte unter anderem in Jugendhilfeeinrichtungen und Schulen durchführt.

„Sehen und wahrnehmen“

Die Jugendlichen sollten mit wachen Augen ihre Heimat erkunden. „Ich finde es spannend zu sehen, wie Jugendliche auf die Welt gucken. Denn jeder nehme Unterschiedliches wahr.“ Ihr Ansatz sei deshalb „Sehen und Wahrnehmen“.

In einem ersten Schritt habe sie die Teilnehmer mit der Digitalkamera losgeschickt, um Fotos zu machen. „Nachher haben wir die Bilder betrachtet, um mit meiner Hilfe zu erarbeiten, warum das eine Foto ästhetisch funktioniert und das andere nicht“, erzählte sie. Beim zweiten Termin hätten die Jugendlichen die Tipps sofort umgesetzt und ganz anders fotografiert. Bei der kreativen Arbeit habe sich gezeigt, dass es einige Talente gebe, so Jansen. Das Fotoprojekt finde wöchentlich in Kleingruppen an insgesamt drei Terminen statt.

„Es sind viele gute Fotos entstanden“, lobte Simone Jansen. Eine Vorbereitungsgruppe habe für die Ausstellung aus zehn Fotos, die jeder Teilnehmer von seinen Bildern ausgewählt habe, eine Auswahl getroffen. In einer gemeinschaftlichen Aktion würden dann die Fotos aufgehängt. „Mit der Ausstellung präsentieren sich die Jugendlichen der Öffentlichkeit, einmal mit den selbst fotografierten Bildern und zum anderen mit dem eigenen Porträt.“

Die, die sonst wenig Raum in unserer Gesellschaft haben, würden nun den öffentlichen Raum besetzen, erklärte Simone Jansen. Zudem gebe es zu einigen ausgesuchten Fotos kleine Texte, die darstellen, warum die Jugendlichen gerade dieses Bild für die Ausstellung ausgesucht haben. „Wir beziehen die Jugendlichen in alles ein, was wir machen“, so Agnes Bläsen. Deshalb sollen einige Jugendliche auch bei der Ausstellungspräsentation zu Wort kommen.

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